Stimme+
Auftritt sorgt für Kritik

Greta Thunberg provoziert bei pro-palästinensischer Demo in Mannheim

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist auf einer pro-palästinensischen Demo in Mannheim aufgetreten. Schon im Vorfeld hagelte es heftige Kritik. 

Von red/dpa

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg ist bei einer propalästinensischen Veranstaltung in Mannheim als Rednerin aufgetreten. Die Gruppe Zaytouna Rhein-Neckar-Kreis hatte zu einer Kundgebung mit dem Titel „Internationale Solidarität mit Palästina und der Klima-Bewegung“ mit Diskussionsrunde auf den Marktplatz geladen. Die Stadt nannte den Anmelder nicht namentlich. 

700 Menschen waren bei der Veranstaltung dabei, wie eine Stadtsprecherin am Freitagabend berichtete. Ursprünglich waren 200 und dann 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angekündigt worden.

Pro-Palästina-Demo in Mannheim: Masse skandiert verbotenen Slogan

Immer wieder soll die Masse den Schlachtruf der Hamas-Terrororganisation: „From the river to the sea – Palestine will be free“ skandiert haben, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Diesen Ausspruch hat das Bundesinnenministerium unter Nancy Faeser zuletzt als Kennzeichen der Terrororganisation eingestuft, die im Gazastreifen operiert und am 7. Oktober vergangenen Jahres Massaker an der israelischen Zivilbevölkerung verübt hat.

Wie die "Tagesschau" berichtet, soll auch Hasan Özbay (33) auf der Bühne in Mannheim aufgetreten sein. Im werden mehrere antisemitische Ausfälle vorgeworfen. Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker hat laut diesem Bericht gegen Özbay Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. 

Thunberg sagte gleich zu Beginn ihres Auftritts, sie sei sehr besorgt über den Zustand der Welt. "Wir können nicht warten, nicht beim Thema Palästina und auch nicht beim Klimawandel." Im Zusammenhang mit Gaza sprach sie von einem Genozid. 

CDU-Landeschef: "Gefährliche Nähe zum Antisemitismus"

Schon im Vorfeld hat Thunbergs Teilnahme an der Kundgebung in Mannheim für Kritik gesorgt. CDU-Landes- und -Fraktionschef Manuel Hagel hatte kritisiert, Thunberg bewege sich sehr bewusst in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus. "Mannheim braucht keine Bühne für solche menschenverachtenden Positionen und unser Land braucht die Anwesenheit von Leuten wie Greta Thunberg nicht."

Die als Klimaaktivistin weltweite bekanntgewordene Thunberg hat sich seit dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel vor mehr als einem Jahr und dem darauffolgenden militärischen Vorgehen Israels im Gazastreifen mehrfach mit den Palästinensern solidarisiert und Israel Völkermord vorgeworfen. Kritiker werfen ihr Einseitigkeit vor.

Nach oben  Nach oben