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E-Akte in Baden-Württemberg: Kritik prallt an Ministerien ab – Realität wird ignoriert

  
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Zwischen den Ministerien und den Anwendern der E-Akte scheint es offenbar ein Missverständnis zu geben. Während die einen nichts von Fehlern des Systems zu wissen glauben, klagen Anwender täglich über die Software. 


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Fragt man beim Justiz- und beim Innenministerium zu der E-Akte an, ergibt sich ein diametral anderes Bild als zu dem, was Richter und Polizisten, die mit der E-Akte arbeiten, berichten. Sie sei fehleranfällig, koste Zeit und sei ineffizient, teilt der Richterbund mit.

E-Akte in Baden-Württemberg: Ministerien zeigen sich ahnungslos bei Problemen

Die Ministerien wollen davon nichts gehört haben. Frei übersetzt ist dort von Problemen mit der E-Akte nichts bekannt. Deshalb muss man nicht davon ausgehen, dass die Ministerien bemüht wären, die Unwahrheit zu sagen. Möglicherweise herrscht schlicht Unwissenheit. Das kann damit zusammenhängen, dass schlechte Nachrichten über die E-Akte nicht so gerne gehört werden.

Die Einführung der E-Akte in Baden-Württemberg sorgt für Kritik: Richterbund und Polizei berichten von technischen Problemen, während Ministerien sich unwissend geben.
Die Einführung der E-Akte in Baden-Württemberg sorgt für Kritik: Richterbund und Polizei berichten von technischen Problemen, während Ministerien sich unwissend geben.  Foto: Sebastian Gollnow

An der Digitalisierung führt kein Weg mehr vorbei. Damit hat man das Produkt auch gutzuheißen, auch wenn es im täglichen Umgang vorne und hinten hakt. Das hat erhebliche Konsequenzen auf Ermittlungen und Verfahren. Es täte also gut, wenn sich die, die die E-Akte verantworten, auf jene zu hören, die täglich damit arbeiten.

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