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Bürger fordern mehr Engagement der Landesregierung für die Wirtschaft

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Eine Umfrage zeigt: Die Menschen in Baden-Württemberg sorgen sich um Wirtschaft, Bildung und Zukunft. Besonders von den Schulen erwarten sie deutlich mehr Unterstützung bei der Vorbereitung aufs Berufsleben.


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Die Stimmung im Land ist nicht besonders gut. Beim jüngsten BaWü-Check des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der baden-württembergischen Zeitungsverlage zeigt sich, wo die Menschen im Südwesten der Schuh drückt. Nur jeder dritte Befragte blickt demnach mit Hoffnungen ins Jahr 2026. Jeweils 25 Prozent der Baden-Württemberger schauen mit Befürchtungen oder mit Skepsis in die nahe Zukunft. Die Forscher weisen darauf hin, dass zu Jahresbeginn lediglich rund jeder vierte Befragte zuversichtlich gestimmt war und der Anteil der Pessimisten höher als jetzt war. Die Menschen im Land sind also insgesamt wieder etwas positiver gestimmt. Von einer echten Trendwende kann aber angesichts der wachsenden Sorgen nicht die Rede sein.

Umfrage: Stuttgart könnte zum zweiten Detroit werden

 

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Neben der Befürchtung nach persönlichen materiellen Verlusten treibt die Baden-Württemberger die Sorge um die kriselnde Autoindustrie um. 45 Prozent der Befragten glauben der Umfrage zufolge, dass der Automobilstadt Stuttgart ein ähnlicher Niedergang droht wie der einstigen US-Autohauptstadt Detroit. 32 Prozent halten dieses Szenario dagegen für zu pessimistisch.

Die Sorge um den Autostandort Baden-Württemberg spielt beim Autokauf aber keine entscheidende Rolle. 39 Prozent geben an, deutsche Autos kaufen zu wollen, auch wenn sie teurer sind als ausländische Modelle, weil die Qualität stimme. Aber ebenso viele würden sich für ein ausländisches Modell entscheiden, wenn es günstiger ist als das deutsche. Nicht überraschend ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass vor allem Menschen mit höherem Einkommen eher deutsche Autos kaufen.

Das Urteil über die Wirtschaftsministerin fällt durchwachsen aus

Angesichts der verbreiteten Sorgen um die Wirtschaft in Baden-Württemberg wünschen sich 68 Prozent der Befragten ein stärkeres Engagement der Landesregierung zur Stärkung des Standorts. Nur 16 Prozent sind der Ansicht, die Landesregierung tue hier genug. Vor allem die potenziellen Wähler von AfD (83 Prozent) und FDP (80 Prozent) fordern mehr Einsatz der Regierenden für die Wirtschaft.

Durchwachsen fällt vor diesem Hintergrund das Urteil über Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) aus. Gut jeder dritte Befragte bewertet ihre Arbeit als gut oder sehr gut. Dagegen bescheinigen 43 Prozent Hoffmeister-Kraut keine gute oder weniger gute Arbeit. 

Bürger bemängeln unzureichende Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben

Die Forscher von Allensbach haben die Baden-Württemberger auch über die Bildungspolitik als einem originären Zuständigkeitsbereich des Landes befragt. Die Erwartungen an die Bildungspolitiker sind demnach hoch. Ganz oben auf der Forderungsliste stehen verpflichtende Deutschkurse für Schüler mit Sprachproblemen, eine bessere Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben, die Sanierung maroder Schulgebäude und eine bessere digitale Ausstattung der Schulen.

Nach Ansicht der meisten Menschen im Land bereiten die Schulen die Kinder nur unzureichend auf das Berufsleben vor. 60 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Schüler weniger gut oder gar nicht gut auf das spätere Leben vorbereitet werden. 29 Prozent finden, dass die Kinder gut oder sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet werden. 

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