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Karlsruhe (dpa/lsw)
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Wahlforscher hält Ampel in Baden-Württemberg für "sehr unwahrscheinlich"

  
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Der Stuttgarter Wahlforscher Frank Brettschneider hält ein Ampel-Bündnis aus Grünen, SPD und FDP in Baden-Württemberg für «sehr unwahrscheinlich». Bei Koalition gehe es nicht nur um inhaltliche Schnittmengen, sondern auch das persönliche Miteinander.

Der Wahlforscher Frank Brettschneider.
Der Wahlforscher Frank Brettschneider.  Foto: Marijan Murat/picture alliance/dpa/Archivbild

Vor allem diese persönliche Komponente könnte sich als das größte Hindernis erweisen, sagte der Professor der Universität Stuttgart-Hohenheim den «Badischen Neuesten Nachrichten» (Donnerstag).

«FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hat in der Vergangenheit sowohl Ministerpräsident Winfried Kretschmann als auch SPD-Fraktionschef Andreas Stoch heftig attackiert», sagte Brettschneider. Zudem könne Rülkes Anspruch auf ein «Superministerium» für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Digitalisierung die Gespräche erschweren.


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Hans-Ulrich Rülke (l), Spitzenkandidat der FDP, und Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Spitzenkandidat der Grünen, begrüßen sich im Plenarsaal nach den ersten Hochrechnungen der Landtagswahlen in Baden-Württemberg mit den Ellenbogen. +++ dpa-Bildfunk +++
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Hinzu komme, dass die Anhänger der Grünen und der Liberalen nicht gut miteinander könnten. Der Kommunikationswissenschaftler verwies auf eine Umfrage, die er zusammen mit Forsa vor der Wahl erstellt hatte. Demnach hätten die Grünen eine große Distanz zur Politik der Liberalen und vor allem zu deren Spitzenmann Rülke.

Nur acht Prozent der Grünen-Anhänger hätten die Arbeit der FDP in Baden-Württemberg gut bewertet, dagegen loben 22 Prozent die Arbeit der CDU und 26 Prozent die Arbeit der SPD. 36 Prozent der Grünen-Anhänger bevorzugten eine Fortsetzung der bisherigen Koalition mit der CDU, nur 16 Prozent wollten eine Ampel mit SPD und FDP. Auch im Lager der Liberalen halte sich die Begeisterung für eine Ampel in Grenzen: Nur 20 Prozent sprechen sich demnach für ein Bündnis mit Grünen und Sozialdemokraten aus.

 

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