Die Lehren aus der Fußball-WM

  
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Sportler dürfen nicht länger für politische Botschaften vereinnahmt werden, meint Chefredakteur Uwe Ralf Heer in seinem Kommentar.

Es ist geschafft: Auch diese Fußball-Weltmeisterschaft hat ihr Ende gefunden. Unabhängig vom Finale stand das Fazit aber schon weit vorher fest. So korrupt und autokratisch die Strukturen im Weltfußball auch sein mögen, die Leidenschaft der Fans für ihre Nationalmannschaften können nicht mal Infantino und Co. komplett zerstören. Sieht man mal vom deutschen Dauerfrust ab, der schon vor dem Ausscheiden Alleinstellungsmerkmal besessen hat. Marokkaner, Japaner, Niederländer, Argentinier, Franzosen oder Kroaten ließen sich dagegen die Feierstimmung nicht vermiesen. Sie wollten Fußball erleben und nicht die Welt ändern oder gar retten. Das mögen manche Zeitgenossen kritisieren, es ist nun mal die Realität.

Mehrfach im Abseits

Dass Deutschland nicht nur auf dem Spielfeld im Abseits stand, wurde lange und ausführlich thematisiert. Eines muss aber spätestens nach dieser gekauften WM in einer Diktatur klar sein: Wir dürfen nicht länger Sportler die Verantwortung aufbürden, dass sie Missstände anprangern oder gar für Veränderungen sorgen sollen, wenn gleichzeitig Minister Kniefälle machen, um an Gas aus Katar zu kommen und wenn in deutschen Unternehmen von VW bis zur Deutschen Bank der Wüstenstaat als Anteilseigner willkommen ist. Wirtschaftsbosse und Politiker sollten von Sportlern nicht das verlangen, wozu sie selbst zu feige sind.


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Die deutschen Fußball-Nationalspieler Kai Havertz (l) und Niclas Füllkrug können ihre Enttäuschung nicht verbergen. Die DFB-Elf besiegte zwar - mit Mühe - Costa Rica im letzten WM-Vorrundenspiel, aber weil Japan Spanien schlug, ist Deutschland ausgeschieden.
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Meinung zum DFB-Aus bei der Fußball-WM: Spiegelbild der Gesellschaft


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