Neuer Bürgermeister: Irritationen nach Facebook-Eintrag
Für einen ersten Aufreger sorgte der neue Güglinger Bürgermeister Ulrich Heckmann noch in der Nacht nach seiner Wahl. Ein Facebook-Post sorgte für Verwirrung.

Wer am Montagvormittag auf seine Facebook-Seite schaute, rieb sich verwundert die Augen: "Für meine Freunde von Bruchsal.org: Ich kandidiere im Juli in Bruchsal - versprochen" war da zu lesen. Hat Heckmann die Güglinger getäuscht, will er sie wieder verlassen?
"Nein, ich kandidiere nicht in Bruchsal", stellt der Wahlsieger auf Anfrage unserer Redaktion klar. Der Eintrag sei "vollkommene Ironie", verfasst aus einer Laune heraus - und aus Ärger über die Macher der Internet-Seite Bruchsal.org, die ihm im Güglinger Wahlkampf immer wieder unterstellt hätten, "ich würd" mich nur warmlaufen für Bruchsal".
Der Hintergrund
Seit Heckmann vor acht Jahren im Bruchsaler OB-Wahlkampf den Gegenkandidaten der heutigen Oberbürgermeisterin unterstützt hatte, liegt er im Clinch mit Bruchsal.org. Und nun wird im Sommer in Bruchsal wieder der Oberbürgermeister gewählt. "Ich hab" mich mit der Bruchsal-Wahl nie beschäftigt", versichert Heckmann.
Er räumt ein, dass sein Facebook-Eintrag bei allen, die keine Hintergrundkenntnisse haben, "Irritationen" ausgelöst haben könnte. "Ich dachte, die Ironie wäre klar", sagt er, "aber da habe ich mich getäuscht". Er müsse dazulernen, gibt Heckmann zu: "Vor allem muss ich schnell lernen, dass ich ein öffentliches Amt habe." Den Post hat Heckmann inzwischen wieder gelöscht.
Stimme.de