Jetzt steht fest: Es war eine Riesenkrabbenspinne
Eine zunächst unbekannte Spinnenart ist letzte Woche in einem Lebensmittelmarkt in Neuenstadt entdeckt worden. Jetzt liegt die Analyse des Zoologischen Instituts der Uni Hamburg vor.

Bei der Supermarkt-Spinne, die am Donnerstag im Edeka-Markt in Neuenstadt entdeckt wurde, handelt es sich nun wie bereits angenommen nicht um eine hochgiftige Bananenspinne, sondern um eine harmlose Riesenkrabbenspinne. Zu diesem Ergebnis kommen das Tropeninstitut in Hamburg und ein Experte für exotische Tiere aus Bad Friedrichshall.
Wie berichtet hatte Jens Rauh von dem Fachgeschäft „Dream Reptiles“ in Bad Friedrichshall zunächst die Vermutung, das Tier sei tatsächlich eine giftige Bananenspinne – bereits wenige Stunden nach seiner ersten Vermutung allerdings, am Donnerstagabend, kam er zusammen mit Spinnen-Kennern zu dem Schluss, dass dies doch nicht zutreffen könne. Einzelne Merkmale waren zu unterschiedlich. Nachdem er die Spinne mit Fliegen gefüttert hatte, war sie beruhigt und ließ sich genauer beobachten. Die Spinne ist ein weibliches Jungtier, die genaue Bezeichnung lautet „Heteropoda venatoria“.
Spinne hat ein neues Zuhause
Die Riesenkrabbenspinne, die aus einem Karton mit Bio-Bananen aus der Dominikanischen Republik herausgeklettert und von Mitarbeitern des Edeka-Marktes entdeckt worden war, lebt jetzt im Zoologischen Institut der Uni Hamburg.
Jens Rauhs Reptilien-Geschäft in Jagstfeld ist übrigens spannender als jeder Zoo. Derzeit krabbeln dort Jemen-Baby-Chamäleons herum und schießen mit ihren Zungen Fliegen ab, es gibt Baby-Bartagamen und Griechische Baby-Landschildkröten. Viele Reptilien-Halter nutzen Rauh zudem als Pflegestation für ihre Tiere, wenn sie in Urlaub gehen.
Stimme.de