Nur ein Interessent für Projekt "Weinzeit im Schloss"
Ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung des Brackenheimer Projekts "Weinzeit im Schloss" ist getan. Hotelier und Brauereibesitzer Wolfgang Scheidtweiler aus Pforzheim war der einzige Interessent bei einer Ausschreibung.

Aufatmen bei der Stadt Brackenheim: Bei der EU-weiten Ausschreibung für das Projekt "Weinzeit im Schloss" hat sich genau ein Interessent gemeldet − nämlich Wolfgang Scheidtweiler aus Pforzheim, Hotelier und Besitzer mehrerer Brauereien.
Mit ihm stand die Stadt bereits bei der Planung des Vorhabens in den vergangenen Jahren in engem Kontakt. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Realisierung des rund zehn Millionen Euro schweren Projekts getan.
Kosten für Hotelbau soll Investor tragen
Bei der Ausschreibungsrunde musste die Stadt abklären, wer grundsätzlich Interesse daran hat, Brackenheim auf dem Weg zur "Weinzeit" zu begleiten. Bei dem Projekt geht es um den Umbau des Schlosses in der Stadtmitte. Für die gastronomische Nutzung, die Einrichtung einer "Weinerlebniswelt" im Gewölbekeller und den Neubau einer Vinothek wird mit Kosten von 4,9 Millionen Euro gerechnet, die von der Stadt finanziert würden.
Für diesen Teil der Anlage würde der künftige Betreiber/Investor der Stadt eine Pacht bezahlen, die Vertragslaufzeit soll 30 Jahre betragen. Weitere 4,3 Millionen Euro wird nach den vorliegenden Berechnungen der Umbau der restlichen Schlossfläche zu einem Hotel kosten. Diese Summe soll allein der Investor bezahlen.
"Da müssen noch viele Details abgesprochen werden"
"Ich bin froh, dass wir einen Bewerber haben", sagte Bürgermeister Rolf Kieser gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Er spricht von einer "anspruchsvollen Aufgabe". Jetzt gehe es darum, den konkreten vertraglichen Entwurf für die Investition und den Betrieb vorzubereiten, der dann vom Investor und dem Gemeinderat gebilligt werden muss. "Da müssen noch viele Details abgesprochen werden", so Kieser.
Unter anderem muss geklärt werden, ob der Investor/Pächter − wie von der Stadt gewünscht − bereit ist, während der Vertragslaufzeit alle notwendigen Unterhaltungsarbeiten zu leisten. Auch ein Konzept für die "Weinerlebniswelt" muss noch erstellt werden.
Stimme.de