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Regionale Spezialisten für Intralogistik organisieren Warenströme und Güter effizient

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Wenn sich in der Halle was bewegt: Die drei Intralogistiker Aberle aus Leingarten, Mlog in Neuenstadt und Stahl Cranesystems in Künzelsau gehen mit ganz unterschiedlichen Ansätzen an die gleiche Aufgabe ran.

Bei Weleda in Schwäbisch Gmünd baute Kardex Mlog bunte Regalbediengeräte ein.
Bei Weleda in Schwäbisch Gmünd baute Kardex Mlog bunte Regalbediengeräte ein.  Foto: nicht angegeben

Intralogistik und Automatisierung ist das Kerngeschäft des Leingartener Unternehmens Körber Supply Chain Automation. Das 1984 von Wilfried Aberle gegründete Unternehmen ist in der Region als Aberle Automation groß und bekannt geworden, ehe es im Jahr 2012 an die Hamburger Körber-Gruppe verkauft wurde, um weiteres Wachstum zu ermöglichen.

Das einstige Familienunternehmen hat in der Konzernstruktur mit internationaler Geschäftstätigkeit ganz andere Möglichkeiten. Die Leingartener sind ein gefragter Partner, weil sie komplette Intralogistik- und Automationslösungen entlang der gesamten Lieferketten bieten können. Körber Supply Chain Automation ist seit Jahren auf solidem Wachstumskurs und beschäftigt am Stammsitz in Leingarten mehr als 400 Mitarbeiter.

 


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Achim Aberle leitet das Unternehmen gemeinsam mit Andreas Ebert, der vor allem die weltweite Aktivitäten verantwortet. Im vergangenen Jahr hatte sich die Auftragslage laut Achim Aberle gut entwickelt. "Wir haben unsere eigenen Ziele übertroffen", hatte der Geschäftsführer im November 2022 der Heilbronner Stimme gesagt.

Kardex Mlog entwickelt sich gut bei den Schweizern

Kardex Mlog mit Sitz in Neuenstadt am Kocher ist einer der führenden Anbieter für integrierte Materialflusssysteme und Hochregallager. Das Unternehmen verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Planung, Realisierung und Instandhaltung von vollautomatischen Logistiklösungen.

Die drei Geschäftsbereiche Neuanlagen, Modernisierung und Customer Service stützen sich auf die eigene Fertigung in Neuenstadt. Kardex Mlog gehört zur Schweizer Kardex-Gruppe und beschäftigt derzeit 333 Mitarbeiter. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2022 lag den Angaben zufolge bei 106 Millionen Euro.

 


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Erst kürzlich hat Kardex Mlog für den neuen Logistik-Campus der Weleda AG im Gewerbegebiet Gügling in Schwäbisch Gmünd sechs automatische Regalbediengeräte für das Hochregallager und den Versandpuffer geliefert.

Auch die zugehörige Fördertechnik zum Anbinden von Wareneingang, Kommissionierung, Versandpuffer und Warenausgang waren Teil des im September abgeschlossenen Auftrags. Zu den Besonderheiten des gemäß DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) in Platin vorzertifizierten Bauprojekts zählen die in gelb, grün, pink und blau lackierten Regalbediengeräte, die mit Energiespeichern ausgerüstet wurden. Mit dem neuen Logistikzentrum zentralisiert der Naturkosmetikspezialist Weleda die internationale und nationale Vertriebs- sowie Teile der Produktionslogistik.

Stahl Cranesystems: Explosionsschutz bleibt ein Thema

Dieser Haken hält was aus: Ein Blick in die Halle bei Stahl CraneSystems in Künzelsau.
Dieser Haken hält was aus: Ein Blick in die Halle bei Stahl CraneSystems in Künzelsau.  Foto: Christian Gleichauf

Der größte der drei Intralogistiker ist Stahl Cranesystems in Künzelsau mit knapp über 500 Mitarbeitern. Der Name weist schon auf die Wurzeln hin. 1893 konstruierte Rafael Stahl - Gründer von R. Stahl - einen handbetriebenen Speisenaufzug. Seit 1935 gab es eine eigene Kranabteilung, die im Jahr 2006 an die finnische Konecranes verkauft und nach kartellrechtlichen Auflagen 2018 an den US-Kranhersteller Columbus McKinnon weiterverkauft wurde.

Unter dem Dach der neuen Mutter, die einen weltweiten Vertrieb ermöglicht, soll es nun aufwärts gehen. Seilzüge in vielen Größen und Ausführungen, Kettenzüge, Seilwinden gehören zum Portfolio. Zu den Spezialitäten der Künzelsauer gehören Kransysteme, die auch in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden können. Das Know-how hat Stahl Cranesystems von der R. Stahl AG geerbt und bringt bis heute große Wettbewerbsvorteile. Größere Hoffnungen setzt Stahl nun auf Sicherheits- und Überwachungssysteme.

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