Krypto-Plattform der Börse Stuttgart bringt Solana-Staking – was Anleger verdienen können

   | 
Lesezeit  3 Min
Erfolgreich kopiert!

Die Krypto-Plattform der Börse Stuttgart erweitert ihr Staking-Angebot – bis zu 8 Prozent Rendite möglich. Doch was bedeutet das konkret? Eine Beispielrechnung zeigt, was Anleger tatsächlich verdienen können.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Wer sein Geld auf dem Konto liegen lässt, bekommt oft nur geringe Zinsen. Wer Kryptowährungen hält, hat eine alternative Möglichkeit: Staking. Dabei legt man digitale Coins im Netzwerk an und erhält dafür regelmäßige Erträge – ähnlich wie Zinsen, aber mit deutlich höheren Risiken. Die Krypto-Plattform BISON der Gruppe Börse Stuttgart hat ihr Staking-Angebot jetzt um Solana erweitert – eine der bekanntesten und meistgehandelten Kryptowährungen weltweit.

Staking einfach erklärt: So funktionieren Krypto-Belohnungen

Beim Staking stellt man seine Kryptowährungen einem Netzwerk zur Verfügung. Das Netzwerk nutzt diese Coins, um Transaktionen zu überprüfen und zu bestätigen – ähnlich wie Buchhalter, die Einträge kontrollieren. Wer mitmacht, erhält dafür Belohnungen in Form zusätzlicher Coins, sogenannte Rewards.

Wichtig zu wissen: Die Coins sind während des Stakings in der Regel nicht frei verfügbar. Wer sie verkaufen möchte, muss zunächst einen Entsperrprozess anstoßen, der je nach Netzwerk einige Tage dauern kann. Dazu kommt das Kursrisiko – der Wert der Coins kann in dieser Zeit stark schwanken, und Verluste können die Erträge übersteigen.

Solana (SOL): Die Hochgeschwindigkeits-Blockchain hinter dem Staking-Angebot

Solana ist eine Blockchain – ein digitales, öffentlich einsehbares Buchführungssystem –, das auf hohe Geschwindigkeit und niedrige Transaktionsgebühren ausgelegt ist. Die zugehörige Kryptowährung heißt SOL und wird genutzt, um Transaktionen im Netzwerk zu bezahlen und am Staking teilzunehmen.

Bekannt ist Solana vor allem dafür, sehr viele Transaktionen gleichzeitig verarbeiten zu können – schneller und günstiger als viele andere Netzwerke. Das macht es attraktiv für Anwendungen wie digitale Kunst (NFTs) oder automatisierte Finanzprodukte.

BISON Solana-Staking: Eckdaten, Jahreszins und Verfügbarkeit

Die Plattform BISON der Gruppe Börse Stuttgart ermöglicht ab sofort Solana-Staking für Privatanleger in Deutschland. Die wichtigsten Eckdaten laut Pressemitteilung der Börse Stuttgart:

  • Mindesteinsatz: 0,1 SOL
  • Auszahlung: wöchentlich
  • Jahreszins (APR): aktuell zwischen 4 und 8 Prozent – variabel, keine Garantie
  • Verwahrung: treuhänderisch in Deutschland durch die MiCAR-lizenzierte Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH – ein regulierter Anbieter nach europäischem Recht
  • Verfügbar: in der BISON-App und der Web-Version, für Nutzer mit Wohnsitz in Deutschland

BISON-CEO Ulli Spankowski begründet das Angebot mit wachsendem Interesse an Staking im Privatkundensegment. Neben Solana ist bei BISON bereits Ethereum-Staking verfügbar.

Solana-Staking: Was 10, 100 oder 1.000 SOL im Jahr einbringen können

Um greifbar zu machen, was Staking in der Praxis bedeuten kann, zeigt folgende Beispielrechnung mögliche Erträge – basierend auf dem aktuellen SOL-Kurs von 73,07 Euro (Stand: 24. April 2026, 12:05 Uhr) und dem aktuellen Jahreszins von 4 bis 8 Prozent. Die Rechnung dient ausschließlich zur Veranschaulichung und ist keine Prognose.

Einsatz in SOL Einsatz in Euro Ertrag pro Jahr (4 %) Ertrag pro Jahr (8 %)
10 SOL ca. 731 € ca. 0,40 SOL / 29,23 € ca. 0,80 SOL / 58,46 €
100 SOL ca. 7.307 € ca. 4,00 SOL / 292,28 € ca. 8,00 SOL / 584,56 €
1000 SOL ca. 73.070 € ca. 40,00 SOL / 2.922,80 € ca. 80,00 SOL / 5.845,60 €

Wichtige Einschränkungen zur Beispielrechnung:

  • Kursschwankungen: Die Euro-Beträge basieren auf dem Kurs vom 24. April 2026. SOL kann stark schwanken – ein Kursrückgang kann die Erträge vollständig aufzehren oder zu Verlusten führen.
  • Variabler Jahreszins: Der APR von 4 bis 8 Prozent ist nicht garantiert und kann sich jederzeit ändern.
  • Steuern: Staking-Rewards gelten in Deutschland als steuerpflichtige sonstige Einkünfte. Die tatsächliche Rendite nach Steuern hängt vom individuellen Steuersatz ab. Eine steuerliche Beratung wird empfohlen.
  • Kein Kapitalschutz: Im Gegensatz zu Bankeinlagen gibt es keine Einlagensicherung. Im Extremfall droht ein Totalverlust.

Risiken beim Solana-Staking: Sperrfristen, Kursschwankungen und kein Kapitalschutz

Staking kann eine Möglichkeit sein, mit bereits gehaltenen Kryptowährungen zusätzliche Erträge zu erzielen – ohne aktiv handeln zu müssen. Allerdings gilt: Die Coins sind während des Stakings gebunden, der Jahreszins schwankt, und im schlimmsten Fall droht ein Totalverlust. Das Angebot eignet sich deshalb vor allem für Anleger, die Solana ohnehin langfristig halten möchten und die Risiken kennen.

Fazit: BISON senkt mit niedrigen Einstiegshürden und regulierter Verwahrung die Hürde für Solana-Staking in Deutschland. Wer Krypto bereits im Portfolio hat und passive Erträge erzielen möchte, findet hier einen regulierten Einstieg – sollte aber Staking nie als Ersatz für sichere Ersparnisse betrachten.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen unterliegen hohen Kursschwankungen. Bitte konsultieren Sie bei konkreten Anlageentscheidungen einen unabhängigen Finanzberater.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben