Iran-Hoffnung stützt Märkte in Asien – DAX startet dennoch im Minus
Der Iran soll den USA einen neuen Friedensvorschlag übermittelt haben – und trotzdem startet vorbörslich der DAX schwach in die Woche.
- DAX startet schwach in die Woche: vorbörslich bei 24.172 Punkten (−0,36 %, Stand 8:11 Uhr) – trotz neuer Friedenssignale aus dem Iran
- Iran übermittelt laut Axios neuen Vorschlag an die USA – Märkte warten auf konkrete Ergebnisse
- Marktbericht der Börse Stuttgart folgt am Mittag.
Der Iran hat den USA offenbar einen neuen Vorschlag zur Beilegung des Konflikts übermittelt – und dennoch startet der DAX am Montagmorgen, 27. April, im Minus. Die vergangene Woche war bereits schwach, der Ölpreis bleibt über 100 US-Dollar, die Unsicherheit hoch. Ob die Friedenshoffnung die Märkte im Tagesverlauf noch drehen kann, zeigt sich ab 9 Uhr.
DAX vorbörslich im Minus – trotz Iran-Hoffnung
Der DAX notiert um 8:11 Uhr bei 24.172,21 Punkten – ein Minus von 0,36 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Damit setzt sich die schwache Tendenz der vergangenen Woche zunächst fort, obwohl neue diplomatische Signale aus dem Iran für etwas Zuversicht gesorgt hatten.
Der Freitag hatte den DAX bereits mit einem Rückgang von 0,11 Prozent bei 24.128,98 Punkten beendet. Auf Wochensicht stand damit ein Verlust von 2,3 Prozent zu Buche.
Andreas Lipkow, Marktanalyst bei CMC Markets – einer internationalen Plattform für den Handel mit Aktien, Devisen und Rohstoffen – brachte die Lage laut dpa auf den Punkt: Ölpreise über 100 US-Dollar seien ein klarer Belastungsfaktor, da sich mit jedem weiteren Tag die Inflationsfrage immer deutlicher stelle.
Iran macht neues Angebot – Märkte reagieren verhalten
Die zentrale Nachricht zum Wochenstart: Der Iran hat den USA laut dem US-Nachrichtenportal Axios offenbar einen neuen Vorschlag zur Beilegung des Konflikts übermittelt – über pakistanische Vermittler. Demnach soll zunächst die US-Seeblockade iranischer Häfen aufgehoben werden. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm würden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Bereits am Freitagnachmittag hatten Meldungen über eine mögliche Reise des iranischen Außenministers nach Islamabad die Stimmung etwas aufgehellt – direkte Treffen mit US-Vertretern waren jedoch nicht geplant, wie die dpa aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr. Die verhaltene vorbörsliche DAX-Reaktion zeigt: Die Märkte warten auf konkrete Ergebnisse, nicht nur auf Signale.
Asien als Stimmungsbarometer: Nikkei über 60.000 Punkte
Die asiatischen Märkte signalisieren zum Frankfurter Handelsstart Optimismus, wie die Wirtschaftszeitung Handelsblatt am Montagmorgen berichtete. Treiber sind die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten sowie anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz. Japans Nikkei kletterte um 1,33 Prozent auf 60.508,89 Punkte (5:30 Uhr MEZ) – erstmals wieder über der 60.000-Punkte-Marke.
Starke Quartalszahlen von Automatisierungsspezialisten wie Keyence und Fanuc, die jeweils mehr als 15 Prozent zulegten, beflügelten den japanischen Markt. Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities – einer der größten japanischen Investmentbanken – erklärte: KI- und Halbleiterwerte hätten den Markt zur Eröffnung nach oben geführt. Der FTSE China A50 gab hingegen leicht nach und notierte bei 15.581,32 Punkten (5:30 Uhr MEZ, −0,21 Prozent) – ein Hinweis darauf, dass die Erholung in der Region noch nicht breit aufgestellt ist.
Hinweis:Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Finanz- oder Anlageberatung dar. Die genannten Kursdaten sind indikativ und können von offiziellen Börsenkursen abweichen. Bitte konsultieren Sie bei konkreten Anlageentscheidungen einen unabhängigen Finanzberater.
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