Wunschhaus ist umgebaut

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Wohnbaufirma umstrukturiert

Von Heiko Fritze

Seine Nische hat er in der Lücke gefunden. In der Baulücke, um genau zu sein: Seit elf Jahren setzt Rolf Kuhn mit seiner Bad Friedrichshaller Wohnbaugesellschaft Wunschhaus auf die Erschließung von freien oder brach gefallenen Grundstücken innerhalb von Siedlungen. Mit Erfolg: Nicht nur in und um seine Heimatstadt hat er seit dem Start mehr als 700 Wohneinheiten projektiert und mit regionalen Handwerkern verwirklicht. Dazu zählt zum Beispiel die "Ökoase" mit dem "Medicus"-Komplex in Bad Friedrichshall.

Nun hat der Geschäftsführer sein Unternehmen umstrukturiert, um es für die Zukunft zu wappnen. Dachgesellschaft ist jetzt die Rolf Kuhn GmbH. Sie betreibt weiterhin das Bauträgergeschäft. Für die Generalübernehmertätigkeit wurde eine Gesellschaft unter der Leitung von Kuhns Partner Thomas Schulze gegründet. Auch Planung und Bauleitung werden künftig von zwei selbstständigen Gesellschaften übernommen. Die 15 Wunschhaus-Mitarbeiter wurden auf die vier Firmen verteilt.

Trotz Flaute am Bau kann sich Kuhn über das abgelaufene Geschäftsjahr nicht beklagen. "Wir haben keine Probleme, wir liegen im Plan", beschreibt er die aktuelle Lage. 2004 wurden insgesamt 65 Wohneinheiten erstellt, davon 48 freistehende Einfamilienhäuser. Die Bauleistung stieg von 8,8 auf knapp 11 Millionen Euro, und auch das Betriebsergebnis habe mit diesem Wachstum Schritt gehalten. Zurzeit sind weitere 53 Häuser und Wohnungen in Bau, berichtet Kuhn.

Der 53-Jährige setzt dabei bewusst auf die Erschließung von Baulücken und Brachen. "Da besteht noch ein Riesenpotenzial", sagt er. "Außerdem ist es in meinen Augen sinnvoller, die bestehenden Lücken zu schließen, ehe man neue Baugebiete erschließt und noch mehr Landschaft verbraucht." Kuhn lebt diesen ökologischen Gedanken selbst vor: Zu seinem Firmensitz fährt er Tag für Tag per Fahrrad.

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