Würth Industrie Service in Bad Mergentheim expandiert
Bad Mergentheim - Die Verschnaufpause ist vorbei bei Würth Industrie Service in Bad Mergentheim. 26,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in ein weiteres Hochregallager. Schon im nächsten September soll das gigantische Projekt eingeweiht werden, denn die bestehende Anlage platzt aus allen Nähten.

Umsatz gestiegen
Um 41 Prozent ist der Umsatz der Industrie-Sparte der Würth-Gruppe im vergangenen Monat gestiegen − kein Einzelfall. Im laufenden Jahr rechnet das von Rainer Bürkert geführte Unternehmen wieder mit einem Umsatz von mehr als 240 Millionen Euro, damit ist das Niveau von 2008 wieder erreicht. 2009 war der Umsatz auf 190 Millionen Euro eingebrochen. Nächstes Jahr sollen es 280 Millionen Euro werden.
Insgesamt hat das Unternehmen 420 000 verschiedene Produkte auf Lager − zum Teil standardisierte, zum Teil kundenspezifische, die bedarfsgesteuert an die Produktionslinien der Abnehmer gebracht werden. Unlängst hat die Würth Industrie ihren 800. Kunden angeschlossen − die Claas Hungaria Kft. Würth beliefert auch die Schwesterwerke des Landmaschinenherstellers in Bad Saulgau und in Le Mans.
Für das Jahr 2020 peilen die Hohenloher beim Umsatz den Sprung über die Milliarden-Marke an − auf ein solches Geschäftsvolumen kommt derzeit nur eine Firma im Würth-Konzern: die Künzelsauer Muttergesellschaft Adolf Würth KG, aus der das Industriegeschäft 2000 herausgelöst worden war.
Wachstum
Die Wachstumsgeschichte der Firma auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Bad Mergentheim ist rasant: Zunächst reichen die Bundeswehrgebäude aus, doch schon 2004 beginnen die Arbeiten am ersten Hochregallager. Nur drei Jahre später folgt ein zweites Hochregallager, das direkt an das bestehende angebunden wird. Aus der Hand voll Mitarbeiter, die vor zehn Jahren aus Künzelsau nach Bad Mergentheim gezogen waren, sind inzwischen mehr als 800 geworden.
Logistik
Mit der nächsten Baustufe verdoppelt das Unternehmen seine Lagerkapazität und verbessert zugleich die Versorgungssicherheit − schließlich hängen die Kanban-Abnehmer gleichsam am Tropf ihres Systemlieferanten. Bis August 2011 soll der neue Lagerkomplex fertiggestellt sein, die neue Logistikplattform wird dann im September in Betrieb gehen.
Das Ende der Fahnenstange ist mit den zusätzlich 160 000 Warenplätzen im Multishuttle-Lager und den 24 000 im Hochregallager aber nicht erreicht: Alle Gebäude sind so ausgelegt, dass sie erweitert werden können.
Stimme.de
Kommentare