Wolf Maschinenbau: Großer Erfolg mit kleinen Teilen
Die Brackenheimer Firma wurde jüngst als Top-Innovator ausgezeichnet. Die Rundtaktmaschinen aus Brackenheim kommen beispielsweise in Handyvibratoren zum Einsatz. Längst exportiert Wolf auch nach Asien und in die USA.

Top-Innovator - natürlich ist Martin Wolf stolz auf diese Auszeichnung, die seine Firma kürzlich im Rahmen des Top-100-Wettbewerbs erhalten hat. "Wir gehören sogar zu den Top 10 der Innovatoren", sagt der Geschäftsführer. Wirklich überrascht ist Wolf von der Ehrung freilich nicht. "Wir sind so, wie wir sind", sagt er. Und meint damit: Wir sind jeden Tag innovativ - und nicht nur, wenn es um die Teilnahme an einem Wettbewerb geht.
Seit nunmehr 26 Jahren tummelt sich die Wolf Maschinenbau AG am Markt - und baut ihr Produkt- und Kundenspektrum immer weiter aus. Kernkompetenz der Hausener ist die Entwicklung und Produktion von Rundtaktmaschinen, mit denen simultan in kurzer Zeit sehr viele Kleinteile spanend hergestellt werden können. Mit den Wolf-Maschinen werden beispielsweise Motorwellen für Handyvibratoren, Uhrenkronen, Stößel für Bremskraftverstärker oder Schwerlastdübel hergestellt. Von der Kleinserie bis zur Losgröße 100 Millionen Stück sind die Maschinen einsetzbar.
Kunden aus vielen Branchen
Zum Kundenspektrum gehört nahezu die komplette Industrie - in der Autobranche über die Luftfahrt und den Maschinenbau bis hin zur Medizin- und Elektrotechnik kommen die Rundtaktmaschinen von Wolf zum Einsatz. Und das längst auch international. "Wir haben Kunden in rund 30 Ländern", berichtet der Geschäftsführer. Der Schwerpunkt liegt auf Europa mit dem wichtigen Heimatmarkt Deutschland. Doch der Exportanteil beträgt mittlerweile 60 Prozent. Märkte wie Indien, Südkorea, Kanada und die USA werden für die Hausener immer interessanter. "Aber auch in Deutschland gibt es für uns noch viel Potenzial", sagt Wolf, der zuversichtlich ist, den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortsetzen zu können.
In der Gruppe, zu der neben der Wolf Maschinenbau AG die Schwesterfirmen Kewo Metallbearbeitung in Hausen und Howotec in Neuried gehören, peilt Wolf in diesem Jahr einen Umsatz zwischen sechs und sieben Millionen Euro an.
Fachkräfte fehlen
Eine rasanteres Wachstum wäre aufgrund der hohen Nachfrage nach den Wolf-Maschinen möglich - doch es fehlen die Fachkräfte. "Wir tun uns sehr schwer, die richtigen Leute zu finden", sagt Wolf. 50 Mitarbeiter beschäftigt die Gruppe, davon 35 in Hausen. Wolf bildet selbst aus, um für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen. Ab September sind es fünf Lehrlinge im kaufmännischen und gewerblichen Bereich.
Um für seine Kunden auch künftig mit neuen Ideen und innovativen Produkten interessant zu sein, investiert das Familienunternehmen regelmäßig in den Maschinenpark. Wolf: "Alleine in diesem Jahr investieren wir rund eine Million Euro."

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