Weinsberger Fahrzeugbauer Xenatec vor dem Aus

  
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Weinsberg - Der Sonderfahrzeugbauer Xenatec aus Weinsberg steht vor der Pleite. Das Amtsgericht Heilbronn hat das Insolvenzverfahren eröffnet. Von den einst 68 Mitarbeitern sind derzeit noch 21 beschäftigt.

Von Jürgen Paul

 
Individuelle Luxusautos: Das Unternehmen Xenatec baute unter anderem die Maybach-Limousine 57S zum Coupé um.
Individuelle Luxusautos: Das Unternehmen Xenatec baute unter anderem die Maybach-Limousine 57S zum Coupé um.  Foto: Xenatec (dpa-tmn)
Weinsberg - Der Weinsberger Sonderfahrzeugbauer Xenatec  steht  vor der Pleite. Das Amtsgericht Heilbronn hat das Insolvenzverfahren eröffnet, Insolvenzverwalter ist der Stuttgarter Rechtsanwalt Holger Blümle.

Aus dem Umfeld des Unternehmens werden vor allem Managementfehler für die Schieflage des Unternehmens verantwortlich gemacht, das 2009 aus einer Abspaltung der Heilbronner Firma Thyssen-Krupp-Drauz-Nothelfer hervorgegangen war.

Xenatec hatte sich auf die Einzelfertigung gepanzerter Limousinen für Staatsmänner und Prominente spezialisiert. Ein Vorzeigeprojekt der Weinsberger war der Umbau der Daimler-Nobelkarosse Maybach zum Coupé, das mehr als 800.000 Euro kostete. Allerdings hat Xenatec dem Vernehmen nach nur sieben bis acht dieser Luxusfahrzeuge verkauft und zudem mit Lieferproblemen zu kämpfen.

Von den einst 68 Mitarbeitern sind derzeit noch 21 beschäftigt. Derzeit verhandeln  IG Metall und Betriebsrat mit dem Insolvenzverwalter über die Möglichkeit, eine Transfergesellschaft einzurichten. Die Erfolgsaussichten seien aber eher gering, hieß es.

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