Stahlhändler Arcelor Mittal baut neues Verwaltungsgebäude Neckarsulm
Beschäftigte des Konzerns sollen in einem Jahr in den modernen Neubau umziehen, den Eigentümer Klaus Mezger gemeinsam mit Böpple Bau realisiert. Die in die Jahre gekommen Bestandsimmobilie wird abgerissen und durch einen weiteren Neubau ersetzt.

Glückliche Gesichter beim Stahlhändler Arcelor Mittal am Freitagvormittag: Die Neckarsulmer Niederlassung des Weltkonzerns bekommt ein neues Verwaltungsgebäude. Wie Bauherr und Vermieter Klaus Mezger beim ersten Spatenstich mitteilte, soll das neue Gebäude in einem Jahr bezugsfertig sein.
Nach fast 50 Jahren im Bestandsgebäude ist nun die Zeit für einen Neubau gekommen, finden die Verantwortlichen bei Arcelor Mittal. Zwar hätten die Räume mit ihren orangefarbenen Decken durchaus "einen gewissen Charme", wie Arcelor-Manager Oliver Menrath feststellte. Doch es sei Zeit für etwas Neues.
Dass Menrath und weitere hochrangige Vertreter des internationalen Stahlkonzerns zum Spatenstich in die Neckarsulmer Rötelstraße gekommen waren, sollte auch ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des traditionsreichen Standorts sein. Bis zu 11 000 Tonnen Stahl kann das Unternehmen in den riesigen Hallen neben dem Verwaltungsgebäude lagern. "Wir beliefern den kompletten süddeutschen Raum mit Stahl", sagt Niederlassungsleiterin Antje Nasr.
Keine Lieferprobleme dank vorausschauender Planung
Versorgungsprobleme hat der Neckarsulmer Standort bislang nicht. "Wir können unsere Kunden noch beliefern, weil wir sehr vorausschauend geplant und bestellt haben", sagt Nasr. Derzeit lagern rund 9000 Tonnen Stahl in den Neckarsulmer Hallen von Arcelor Mittal. Beschäftigt werden aktuell 50 Mitarbeiter - 30 gewerbliche und 20 kaufmännische. Auch vier junge Menschen machen am Standort eine Ausbildung. "Es ist uns sehr wichtig, dass wir selbst für unseren Nachwuchs sorgen", sagt Nasr mit Blick auf den Fachkräftemangel.
Während die Lagerhallen immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden, ist beim Verwaltungsgebäude der große Wurf nötig. Das alte Gebäude wird abgerissen, wenn der von Böpple Bau durchgeführte Neubau direkt davor abgeschlossen ist. Dann ziehen die Mitarbeiter in das neue Gebäude um, das Bauherr und Vermieter Klaus Mezger nach modernsten KfW-55-Standards geplant hat. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gehört ebenso dazu wie Glasfaseranschluss, Stromtankstellen, Fußbodenheizung und Klimageräte in den Decken.
Insgesamt stehen den Beschäftigten 1200 Quadratmeter Nutzfläche in drei Stockwerken zur Verfügung. Eine vierte Etage kann bei steigendem Bedarf draufgesetzt werden. Nach dem Abriss des Altbaus will Mezger auf dem Gelände einen weiteren modernen Neubau errichten.
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