Stimme+
Spatenstich

Qualifizierungszentrum in Bietigheim-Bissingen: Hier bildet Porsche seine Mechaniker für die Zukunft aus

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Eine internationale Autofirma benötigt auch erstklassig ausgebildete Mechaniker. Porsche setzt dafür auf ein neues Qualifizierungszentrum in Bietigheim-Bissingen. Am Montag fand dafür der Spatenstich statt. Ein besonderer Fokus liegt auf der E-Mobilität.

So könnte das künftige Qualifizierungszentrum aussehen. Im Hintergrund ist der markante Porsche-Tower an der B27 in Bietigheim zu erkennen.
So könnte das künftige Qualifizierungszentrum aussehen. Im Hintergrund ist der markante Porsche-Tower an der B27 in Bietigheim zu erkennen.  Foto: Cruu architecture

„Mit dem neuen Zentrum schaffen wir einen zentralen Ort der Weiterbildung für unsere Mitarbeiter in den Porsche-Zentren“, erklärte Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Porsche Deutschland. Im Zentrum sollen Mechaniker aus ganz Deutschland und Nordeuropa in Theorie und Praxis geschult werden.

Das Projekt, das seit dem Jahr 2019 in Planung war, hat nun mit dem Baubeginn einen wichtigen Meilenstein erreicht. „Die eine oder andere Träne wird sicher noch fließen. Wir stehen ja erst am Anfang“, äußerte Pollich während der Eröffnungsfeier. Nachdem bereits in Kanada und Großbritannien erfolgreiche Qualifizierungszentren entstanden sind, konnte Porsche in Deutschland diesen guten Beispielen folgen. Zuvor wurden die Schulungen an verschiedenen Standorten verstreut durchgeführt.

Neues Qualifizierungszentrum: Porsche investiert in Zukunft

Spatenstich der Verantwortlichen. Für den Vorsitzenden Allexander Pollich (vierter von links): "Ein großer Erfolg."
Spatenstich der Verantwortlichen. Für den Vorsitzenden Allexander Pollich (vierter von links): "Ein großer Erfolg."  Foto: Porsche

Das Zentrum soll laut Pollich einen verstärkten Fokus auf die E-Mobilität legen. Deshalb werden die E-Modelle Taycan und der bald erscheinende Macan im Qualifizierungszentrum besonders intensiv behandelt. Zusätzlich werden 36 neue Ladestationen für Porsche-Mitarbeiter errichtet. Auch die hauseigene Kantine soll durch einen Anbau modernisiert werden, ergänzt Porsche-Bauleiter René Ramann. Die Installation von PV-Anlagen auf 2500 Quadratmetern soll den jährlichen Strombedarf des Zentrums CO2-neutral abdecken.

Das Baugebiet auf den Gemarkungen der Städte Tamm und Bietigheim-Bissingen war bereits im Besitz von Porsche, was vieles vereinfachte. Die Zusammenarbeit mit den Städten sei zudem außergewöhnlich reibungslos verlaufen, betont Pollich. „Chapeau und danke, dass Sie hier in Deutschland investieren. Das ist heutzutage nicht mehr üblich“, merkte der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, Jürgen Kessing, an. Er freut sich zudem auf die Gäste aus Mittel- und Nordeuropa, denen er den lokalen Wein ans Herz legte.

Baukosten: "Bricht dem Schwaben das Herz"

Der dreigeschossige Bau, der sich über eine Fläche von 8350 Quadratmetern erstreckt, soll in 18 Trainingsräumen bis zu 240 Mechaniker gleichzeitig aufnehmen können. Geplant sind 300 Schulungen pro Jahr. Für Porsche entstehen nach Angaben von Pollich Kosten im zweistelligen Millionenbereich. „Das bricht dem Schwaben zwar das Herz, aber diese Investition ist essenziell“, kommentiert der Vorsitzende. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für spätestens September 2025 vorgesehen.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben