Neues Leben für Heilbronner Industrieplatz
Heilbronn - Einst war das Haus am Industrieplatz eine Vorzeigeimmobilie, und Hermann Flachsmann hat mit seinem Elektromarkt dort Heilbronner Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Jetzt soll das Haus zur Bühne für neue Wirtschaftsgeschichten werden.
Heilbronn - Einst war das Haus am Industrieplatz eine Vorzeigeimmobilie, und Hermann Flachsmann hat mit seinem Elektromarkt dort Heilbronner Wirtschaftsgeschichte geschrieben: Bis zum Umzug an den Europaplatz war der Media-Markt-Vorgänger dort groß geworden. Bis er 1981 zu groß für das Gebäude wurde.
Jetzt soll das Haus zur Bühne für neue Wirtschaftsgeschichten werden: Auf Initiative von Alexander Mohaupt, der seit drei Jahren auch in Talheim in der ehemaligen Hefi-Immobilie ein "House of Companies" (HOC) betreibt, wird das Gebäude derzeit herausgeputzt als flexibles Bürogebäude für aufstrebende Firmen. Vor einem halben Jahr hat eine Investorengemeinschaft das Geschäftshaus einem Immobilienfonds aus Luxemburg abgekauft, der große Teile des Hauses leerstehen lassen hatte und sein Geld mit wenigen Mietern wie einem Spielcasino verdient hatte.

Von außen ist das Heilbronner "House of Companies" noch eingerüstet, und auch innen ist längst noch nicht alles fertig. Im Gegenteil: Richtig heruntergekommen sind viele Gebäudeteile noch. Zum Teil kommt Wasser durch die Decke, die Elektroinstallation ist erneuerungsbedürftig. An den Wänden gibt es wilde Graffiti-Schmierereien und Löcher. Sogar einige alte Unterlagen aus der Flachsmann-Ära hat Hausmeister Kai-Uwe Eggert bei den Aufräumarbeiten gefunden. Die Arbeit geht den HOC-Machern noch lange nicht aus.

Saniert
Andere Gebäudeteile sind bereits saniert − die ersten Mieter beleben das Haus mittlerweile, darunter das Maklerbüro Projekt 11, deren Chefin Lucia Aleman auf die Lage an der künftigen Stadtbahnhaltestelle setzt, und der Fotograf Kurt Taube, der sein Atelier an den Industrieplatz verlegt hat. "Es geht meinen Investoren nicht darum, Maximalrenditen zu erwirtschaften", sagt Alexander Mohaupt, der seine Rolle als "Ideenschmied und Betreiber" beschreibt. Vielmehr soll der Standort, der lange darniederlag, langfristig eine neue Perspektive bekommen.

Dem 41-Jährigen ist das auch eine Herzenssache − er sei in der Nähe des Industrieplatzes aufgewachsen. Auch seine Geldgeber stammen aus Heilbronn, sie leben mittlerweile aber im Stuttgarter Raum. Der Lebensmittelmarkt im hinteren Bereich des Erdgeschosses soll bleiben, vorne zum Industrieplatz hin schwebt Mohaupt eine gastronomische Lösung vor. Für das Obergeschoss, in dem früher auf 2200 Quadratmetern Elektrogeräte verkauft wurden, hat er einen Interessenten aus der Möbelbranche.
Stimme.de
Kommentare
Das geht euch nix an am 27.01.2011 13:50 Uhr
weil das eck da einfach uninteressant ist. Wohnen wöllte ich da nicht genau so wenig würde ich da ein Büro beziehen wollen. Da wird doch ruck zuck eingebrochen oder sonst was.
am 27.01.2011 07:27 Uhr
Ich drücke die Daumen, dass das funktioniert! War schon ein heruntergekommener Schandfleck, das Gebäude!
Hab nie verstanden, warum da nix passiert!