So hat AMS Metallbeschichtung Schwaigern den Weg in den Mittelstand geschafft
In den 80iger Jahren beschichtete die heutige Seniorchefin noch selbst, inzwischen ist AMS Metallbeschichtung eine feste Größe unter den Pulverbeschichtern geworden. Das Familienunternehmen besteht seit 40 Jahren.

Fast auf den Tag genau 40 Jahre sind vergangen, seitdem das Ehepaar Michael und Anneliese Schett mit ihrem Unternehmen AMS Metallbeschichtung den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Der 28. Mai 1982 ist auf der originalen Gewerbe-Anmeldung vermerkt, die nach wie vor im Büro des Unternehmens hängt und wie ein Schatz gehütet wird.
Aus dem kleinen Betrieb in Schwaigern, in dem die heutige Seniorchefin Anneliese Schett in den 80iger Jahren noch selbst die ersten Metallteile beschichtete, ist inzwischen eine Firma des Mittelstandes mit mehr als 100 Mitarbeitern geworden. Viele namhafte Unternehmen aus der Automobilbranche zählen heute zum Kundenkreis von AMS, wo man vor allem versucht, sich durch Qualität von der zahlreichen Konkurrenz im Bereich der Oberflächenbearbeitung abzusetzen. "Die Wettbewerber in der Pulverbeschichtung kommen eher aus Deutschland. Betriebe aus dem Ausland oder aus Asien sind in unserem Bereich nicht das Problem", erklärt der heutige Inhaber und Geschäftsführer Alexander Schett.
Zweite Generation übernimmt
Das wirtschaftliche Umfeld hat sich innerhalb der letzten 40 Jahre mehrmals geändert, AMS blieb jedoch immer in Familienhand. Mittlerweile führt die zweite Generation die Geschäfte am Standort in der Schwaigerner Industriestraße. Sohn Alexander Schett übernahm im Jahr 2005 die Geschäftsführung von seinen Eltern, die aber weiterhin in beratender Funktion für das Unternehmen tätig sind. "Es gab nur die Möglichkeit zu verkaufen oder an die nächste Generation zu übergeben. Die Entscheidung, im elterlichen Betrieb angefangen zu haben, habe ich nie bereut", sagt Alexander Schett.
1982 investierten die Schetts in ihre erste Beschichtungsanlage, damals noch im Schwaigerner Steinhaldenweg. Auf dem ehemaligen Firmengelände steht heute ein Lebensmittelgeschäft. "Ich war bei einem Automobilzulieferer angestellt und musste teilweise auch unrentable Projekte umsetzen. Daraus entstand dann die Idee, eigenständig in zukunftstaugliche Technologien zu investieren", resümiert der heute 75-jährige Firmengründer Michael Schett. Die Aufträge kamen prompt und ermöglichten ein stetiges Firmenwachstum, das bis heute andauert. Im Jahr 1990 erfolgte dann der Umzug in einen Neubau im Schwaigerner Industriegebiet.
Investitionen mit Potential
Auf dem etwa 15.000 Quadratmeter umfassenden Firmengelände stehen insgesamt drei Beschichtungsanlagen, zuletzt 2008 mit einer Anlage für die kathodische Tauchlackierung (KTL) ergänzt. "Mit dieser Anlage haben wir seither die Möglichkeit, sehr große Metallteile korrosionsbeständig zu beschichten. Das erweitert unseren Kundenkreis", erläutert Alexander Schett. So findet man beispielsweise viele Metallteile, die durch die Hallen von AMS gegangen sind, in den Fahrzeugen von McLaren oder Porsche und sogar in der U-Bahn des New Yorker Stadtteils Brooklyn.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare