IHK in Sorge: Unternehmen investieren weniger
Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken fürchtet eine schleichende Produktionsverlagerung ins Ausland.
Die IHK Heilbronn-Franken sorgt sich angesichts der Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen um den Standort Deutschland. Hauptgeschäftsführerin Elke Döring spricht von einer "bedenklichen Entwicklung". So liegt die Zahl der Unternehmen in der Region, die im Inland höhere Investitionen tätigen wollen, mit 30 PProzent weiter unter dem Niveau vom Jahresbeginn 2022. Ein Fünftel der Betriebe plant laut aktueller IHK-Konjunkturumfrage weniger Investitionen. "Das muss uns beunruhige", sagt Elke Döring.
Auslandsinvestitionen auf niedrigstem Niveau seit 2009
Die geplanten Auslandsinvestitionen erreichen laut einer Erhebung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) den tiefsten Stand seit 2009. Nur 41 Prozent der Industrieunternehmen wollen demnach im Ausland investieren. Besonders alarmierend findet Döring, dass ein wachsender Anteil an Firmen mit ihren Auslandsinvestitionen vor allem Kosten sparen wolle. "In der Summe sind das Hinweise auf die Verunsicherung der Unternehmen und Anzeichen für eine schleichende Produktionsverlagerung", so Döring. Erst recht, wenn man die Zurückhaltung bei den Neueinstellungen mit einbeziehe.
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