Herausragendes Jahr für Südwestdeutsche Salzwerke
Vorläufige Zahlen des Unternehmens zeigen: Der Umsatz stieg 2021 auf den zweithöchsten Wert der Firmengeschichte, das operative Ergebnis erreichte einen neuen Rekord. Davon soll auch die Stadt Heilbronn profitieren.

Die Südwestdeutschen Salzwerke blicken auf ein sehr gutes Jahr 2021 zurück. Der SWS-Konzern erzielte im Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen den zweithöchsten Umsatz in der Firmengeschichte in Höhe von 341,6 Millionen Euro. Das geht aus einer Ad-hoc-Mitteilung des börsennotierten Unternehmens hervor. Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 252,2 Millionen Euro.
Das operative Ergebnis (vor Steuern und Zinsen) erreichte demnach mit 60,0 Millionen sogar einen Rekordwert. Im Vorjahr waren es noch 14,8 Millionen Euro. Damit werde die zu Beginn des Jahres 2021 abgegebene und im Verlauf des Jahres angehobene Prognose dank des überdurchschnittlich guten vierten Quartals nochmals deutlich übertroffen, hieß es.
Millionen-Dividende für die Stadtkasse
Davon sollen auch die Aktionäre profitieren: Der Vorstand beabsichtigt laut den Angaben in der Mitteilung, der Hauptversammlung eine Dividende von 1,65 Euro je Aktie vorzuschlagen. Das sind zwar nur fünf Cent mehr als im Vorjahr. Dennoch bedeutet dies einen erneuten Geldsegen für die Stadt Heilbronn und das Land Baden-Württemberg: Die beiden Hauptaktionäre halten jeweils 49 Prozent der 10,5 Millionen Aktien und würden somit jeweils knapp 8,5 Millionen Euro Dividende kassieren.
Gute Geschäfte mit Auftausalz
Maßgeblichen Anteil am Ergebnis des Konzerns hatte nach den Unternehmensangaben das Auftausalzgeschäft. "Die Basis waren günstige Witterungsbedingungen in Kombination mit intensiven und ertragsreichen Vertriebsaktivitäten", heißt es in der Mitteilung. Auch das Segment Entsorgung habe - bereinigt um einen Einmaleffekt - sein bisher bestes operatives Ergebnis erzielt.
Angaben zur Reederei Schwaben und dem Touristik-Bereich wurden nicht gemacht. Das Besucherbergwerk Kochendorf blieb vergangenes Jahr wegen der Corona-Pandemie geschlossen, an den beiden bayrischen Attraktionen waren die Tore zeitweise verriegelt.
2022 dürfte unter dem Vorjahresniveau bleiben
Für das neue Jahr gehen die Salzwerke nicht mehr von solch hohen Zahlen aus. Die Witterungsbedingungen zu Jahresbeginn seien zwar für das Auftausalzgeschäft zufriedenstellend gewesen, dennoch werde nur mit durchschnittlichen Bestellmengen in den Sommermonaten gerechnet. Umsatz und Ergebnis werden daher unter dem Niveau des Ausnahmejahres 2021 liegen, heißt es: Erwartet werde ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen in einer Bandbreite zwischen 20 und 35 Millionen Euro.
Der Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr wird am 31. März veröffentlicht.
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