Die zwölf Reichsten der Region

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Region - Aus dem Duo ist ein Trio geworden: Nicht nur Dieter Schwarz und Reinhold Würth gelten nach der Analyse des "Manager Magazins" als Milliardäre, sondern nun auch die Familie Ziehl. Zwölf Namen aus Heilbronn-Franken finden sich auf der aktuellen Liste der 500 reichsten Deutschen.

Von Heiko Fritze

Heilbronn/Künzelsau - Aus dem Duo ist ein Trio geworden: Nicht nur Dieter Schwarz und Reinhold Würth gelten nach der Analyse des "Manager Magazins" als Milliardäre, sondern nun auch die Familie Ziehl. Eine Milliarde Euro Vermögen trauen die Rechercheure den Eignern von Ziehl-Abegg und Mitbesitzern von EBM-Papst zu. So nachzulesen in der aktuellen Liste der 500 reichsten Deutschen. Zwölf Namen aus Heilbronn-Franken finden sich auf ihr.

Zusammengetragen haben die Autoren die Werte von Barvermögen, Grundbesitz, Kunstsammlungen, Firmenwerten, Aktienbesitz und nicht gemeinnützigen Stiftungen. Dieter Schwarz haben sie trotz seiner Stiftungen, in denen Lidl und Kaufland angesiedelt sind, den Schätzwert für die beiden Handelsriesen aufgebrummt.

Wobei, wie die Autoren anmerken, auch Grundbesitz in Höhe von etwa 500 Millionen Euro seiner Familie zuzuschreiben sei − 80 Prozent seien schon den beiden Töchtern übereignet worden. Mit 11,5 Milliarden Euro hat der reichste Heilbronner im abgelaufenen Jahr eine Milliarde an Gewicht zugelegt.

Zugelegt

Ganz so stark ist Würth nicht gewachsen: Um 200 Millionen auf 7,2 Milliarden Euro habe sich das Vermögen vermehrt, heißt es. Sein Konkurrent und Ex-Klassenkamerad Albert Berner folgt mit 700 Millionen − 100 mehr als im Vorjahr − auf dem Regional-Rang fünf. Dazwischen liegen die Hagenmeyers, Eigner des Getriebeherstellers Getrag: Nach der Krise und dem Verkauf des Achsengeschäfts werden ihnen 950 Millionen Euro zugetraut.

Unverändert blieb das Gewicht von Urgestein Otto Rettenmaier: Der Heilbronner Alt-Industrielle wird auf 400 Millionen Euro taxiert. Leicht zugelegt hat der Wert von EBM-Papst − jedenfalls werden den Familien von Thomas Philippiak und Gerhard Sturm, die jeweils ein Drittel besitzen, mit 350 Millionen 50 Millionen Euro mehr zugerechnet.

Die Familie Schick, der 34,56 Prozent am Neckarsulmer IT-Händler gehört, soll ebenfalls 350 Millionen Euro schwer sein.

Eingebüßt haben die Läpples: Nach den Verkäufen und Turbulenzen um den Heilbronner Autozulieferer werden ihnen nur noch 300 Millionen Euro zugeschrieben. Unverändert auf je 250 Millionen werden die Familien Blanc und Fischer, Besitzer des Elektroteileherstellers EGO aus Oberderdingen geschätzt.

Aus der Liste verschwunden sind die Layhers − trotz großflächiger Immobilien, der Technikmuseen in Sinsheim und Speyer und des Gerüstherstellers aus Eibensbach, der im Krisenjahr 2008/2009 satte 431 Millionen Euro Umsatz erzielte und seitdem eher noch zugelegt hat. Kommentare öffnen
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