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Bad Friedrichshall

Deutlich mehr Geschäft für Allianz Esa

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Die Tochter des Münchner Versicherungskonzerns übernimmt technische Versicherungen. Die Mitarbeiterzahl steigt dadurch auf knapp 400. Neben der Zentrale in Bad Friedrichshall betreibt die Allianz Esa bundesweit sieben Standorte.

Von Jürgen Paul
Die Versicherung von Containerschiffen (wie hier auf dem Neckar) gehört seit Jahren zum Kerngeschäft der Allianz Esa aus Bad Friedrichshall. Nun kommen technische Versicherungen dazu.
Foto: Archiv
Die Versicherung von Containerschiffen (wie hier auf dem Neckar) gehört seit Jahren zum Kerngeschäft der Allianz Esa aus Bad Friedrichshall. Nun kommen technische Versicherungen dazu. Foto: Archiv

Der Spezialversicherer Allianz Esa weitet seine Geschäftstätigkeit erheblich aus. Ab Januar 2020 wird die Bad Friedrichshaller Tochter des Versicherungskonzerns auch das technische Versicherungsgeschäft der Allianz übernehmen.

Die Allianz Esa wird als Produktgeber für die Produktentwicklung, Zeichnungsrichtlinien, Vertragsführung und Schadenbearbeitung verantwortlich sein, das Risiko verbleibt beim Mutterkonzern. Die Vertrags- und Schadenbearbeitung bei den technischen Versicherungen wird weiterhin zentral von Hamburg aus erfolgen.

Mehrwert für die Kunden als Ziel

Zu technischen Versicherungen zählen etwa Maschinenversicherungen, Elektronikversicherungen oder die Versicherung von Bauleistungen. "Mit dieser innovativen Neuausrichtung werden wir unseren Kunden und Vermittlern einen deutlichen Mehrwert bieten", sagt Walter Szabados, Vorsitzender der Geschäftsführung der Allianz Esa Cargo & Logistics, die künftig nur noch Allianz Esa heißen wird.

Bisher ist die Allianz-Tochter auf die Bereiche Cargo & Logistics (Transport und Logistik), Boote und Yachten sowie die gewerbliche Schifffahrt spezialisiert. Das Unternehmen wurde 1997 von Walter Szabados in Bad Friedrichshall aus einer Allianz-Agentur heraus gegründet. Zunächst kümmerte sich Szabados um die Versicherung der gewerblichen Schifffahrt in Deutschland und den Benelux-Ländern. Im Jahr 2001 stieg der Münchner Allianz-Konzern bei der Allianz Esa Euroship, so der damalige Name, ein und übertrug ihr die Geschäfte in der gewerblichen Schifffahrt und bei Booten und Yachten. 2008 folgte das komplette Transportversicherungsgeschäft.

170 Millionen Beitragsvolumen im vergangenen Jahr

Die Zahlen unterstreichen das dynamische Wachstum der Bad Friedrichshaller. "Bei der Gründung 1997 hatte die Allianz Esa ein Beitragsvolumen von 1,1 Millionen Euro", berichtet Klaus Krahnke, Leiter Marktmanagement. 2001 waren es schon 10,5 Millionen Euro und 2008 rund 90 Millionen Euro Beitragsvolumen. "Im vergangenen Jahr haben wir 170 Millionen Beitragsvolumen verwaltet", sagt Krahnke. Mit der Übernahme der technischen Versicherungen von der Allianz werde dieses Volumen im kommenden Jahr auf insgesamt rund 420 Millionen Euro ansteigen, blickt er voraus.

Neben der Zentrale in Bad Friedrichshall betreibt die Allianz Esa sieben Standorte in Stuttgart, Hamburg, München, Köln, Berlin, Frankfurt und Leipzig. Das Versicherungsunternehmen beschäftigt aktuell 170 Mitarbeiter, davon knapp 60 in Bad Friedrichshall. Mit den technischen Versicherungen kommen im nächsten Jahr zwischen 200 und 220 Mitarbeiter hinzu. "Und wir bauen weiterhin Personal auf", betont Krahnke. Für die Integration des zusätzlichen Geschäfts auf eigene Plattformen und die Digitalisierung der Abläufe braucht die Allianz Esa vor allem IT-Experten. "Wir investieren weiter in den Standort Bad Friedrichshall", sagt der Prokurist.

 

 

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