Schwarz-Gruppe steigt bei Spielervermittler-App Cuju ein
Die Digitalsparte der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm ist nun zweitgrößter Anteilseigner an Rogon Technologies – dort mischen bekannte Namen aus der Fußballwelt mit.

Mit Dietmar Hopp ist Roger Wittmann schon lange freundschaftlich verbunden. Nun sitzt auch Dieter Schwarz mit an seinem Tisch – jedenfalls mittelbar über die Schwarz New Ventures GmbH: Die Investitionsgesellschaft der Schwarz-Gruppe hat 25,1 Prozent der Anteile an der Rogon Technologies GmbH erworben.
Deren Hauptprodukt ist die App Cuju, die derzeit nur in Brasilien heruntergeladen werden kann und sich an talentierte Fußballspieler wendet, um ihnen am Ende einen Weg zu einem europäischen Club zu ermöglichen.
Schwarz-Gruppe bei mehreren Bundesligisten engagiert, auch beim FC Bayern München
Die Schwarz-Gruppe und Fußball schließen sich ohnehin nicht aus: Über ihre Entsorgungssparte Prezero ist sie mehrfach in der Bundesliga engagiert. Das Stadion der TSG Hoffenheim trägt den Namen Prezero-Arena. Bei Bayern München sind die Neckarsulmer Platin-Sponsor und versorgen die Allianz-Arena mit Sprudel der Lidl-Marke Saskia. Auch mit RB Leipzig bestehen enge Partnerschaften: Deren Stadion soll das nächste nach der Sinsheimer Anlage sein, das mit Hilfe von Prezero das Siegel "Zero Waste Arena" erhält.
Aus dem Rasenschnitt der Hoffenheimer lässt der Entsorger seit einigen Jahren Autogrammkarten der Hoffenheimer Spieler herstellen. Ein ähnliches Projekt in München, bei dem aus den Gras Papiertüten für den Fanshop gefertigt wurden, ist inzwischen ausgelaufen.
Rogon-Gründer Wittmann hat enge Beziehungen zu Hoffenheim
Rogon Technologies, 2019 gegründet, ist eine Firma des Spielerberaters Roger Wittmann. Über Rogon-Sportmanagement vertritt er Fußballspieler in der ganzen Welt. Seine engen Kontakt zu Hopp und Hoffenheim sorgten aber auch hin und wieder für Kritik: Zeitweise waren sieben von ihm betreute Spieler beim Bundesligisten unter Vertrag.
Neben Wittmann und der Schwarz-Gruppe sind die größten Anteilseigner eine Firma von Dietmar Hopp und der IT-Dienstleister Adesso. Zu den privaten Investoren mit kleineren Anteilen zählen unter anderem der Sportjournalist Gerhard Delling und der Fußballspieler Luiz Gustavo.
Schwarz Digits soll bei der Weiterentwicklung der App unterstützen
Mit 25,1 Prozent hat die Schwarz-Gruppe gleich eine wichtige Schwelle überschritten: Damit hat sie ein Vetorecht bei allen strategischen Entscheidungen - die sogenannte Sperrminorität. Der Einstieg kam durch eine Kapitalerhöhung zustanden, so dass die Anteile der übrigen Gesellschafter schrumpften – unter anderem sackte Hopps Beteiligungsfirma Hobra dadurch unter die Schwelle von 25 Prozent.
Welche Pläne Schwarz mit seinem Investment hat, ließ die Pressestelle auf Anfrage eher offen. „Die Unternehmen der Schwarz-Gruppe unterstützen die Weiterentwicklung der App unter anderem mit Services von Schwarz Digits“, teilte sie mit. „Die Investition und bestehende Sponsoring-Verträge sind streng voneinander getrennt.“ Schwarz digits ist die jüngste Sparte der Gruppe und umfasst alle IT-Aktivitäten außer den Onlineshops von Lidl und Kaufland.
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