Bosch verkauft Geschäftsbereich
Der Technologiekonzern Bosch trennt sich vom Geschäft mit Verpackungsmaschinen. Für den Bereich mit rund 6.100 Mitarbeitern in 15 Ländern werde ein Käufer gesucht, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Betroffen ist auch der Standort Crailsheim, der mit aktuell 1.100 Mitarbeitern der größte Standort weltweit im Geschäftsbereich Verpackungsmaschinen (PA) ist.
Keine Synergien
Begründet wird die Trennung damit, dass sich "nach intensiver und gründlicher Prüfung aller strategischen Optionen...keine unternehmerisch und technologisch ausreichend relevanten Synergien und damit Perspektiven für die Zukunft des Bereichs bei Bosch" ergeben hätten. PA ist im Projektgeschäft in den Bereichen Pharma und Food der Verpackungsindustrie tätig. Der Verkaufsprozess könne sich über Monate bis hin zu zwei Jahren ziehen, sagte ein Bosch-Sprecher der Stimme.
Keine Resignation bei Mitarbeitern
Ziel sei es, dass alle Mitarbeiter und Standort von dem Käufer übernommen werden. "Wir gehen das sehr sensibel an", betonte der Sprecher. Bei den Mitarbeitern in Crailsheim, die am Freitag über die Entscheidung informiert wurden, sei keine Resignation zu spüren gewesen. "Sie sehen vielmehr eine Chance, künftig etwas freier zu agieren als im Konzernverbund", sagte der Sprecher.
Beide Unternehmen sollen profitieren
"PA und Bosch, beide werden von dieser Entscheidung profitieren", sagte der zuständige Geschäftsführer Stefan Hartung am Freitag.Die Verpackungstechnik könne sich künftig flexibler auf die Anforderungen des mittelständisch geprägten Marktes einstellen. Und Bosch könne sich auf die anstehende umfassende Transformation des Konzerns fokussieren. PA sei schon immer ein weitestgehend eigenständiger Bereich der Bosch-Gruppe gewesen und könne sich nun noch spezifischer für den Bedarf der Branche aufstellen, betonte Stefan König, Vorsitzender der Geschäftsführung von Robert Bosch Packaging Technology.
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