Bosch sichert Arbeitsplätze im Zuliefererbereich – Wie der Standort Abstatt davon profitiert
Einigung zwischen Konzern und Arbeitnehmervertretern: Bis Ende 2027 gibt es im tarifgebundenen Bereich Mobility keine betriebsbedingten Kündigungen. Welche Auswirkung das auf den Standort Abstatt hat.

Beim Technologiekonzern Bosch sind die Standorte der Autozulieferersparte vorerst gesichert. Wie das Stuttgarter Unternehmen am Dienstag mitteilte, habe man sich mit den Arbeitnehmervertretern darauf geeinigt, betriebsbedingte Kündigungen an den deutschen Mobility-Standorten bis Ende 2027 auszuschließen. Dies biete "Planbarkeit und Sicherheit für die Beschäftigten des Unternehmensbereiches Mobility im Zuständigkeitsbereich des Gesamtbetriebsrats", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der IG Metall und Bosch.
Damit sind die Arbeitsplätze von knapp 80.000 Bosch-Beschäftigten in Deutschland für die nächsten viereinhalb Jahre gesichert.
Nicht alle Bosch-Mitarbeiter profitieren
Auch der Bosch-Standort in Abstatt profitiert von der Einigung. Wie eine Unternehmenssprecherin auf Stimme-Anfrage mitteilte, sind in Abstatt die Mitarbeiter der Zuliefererbereiche Chassis Systems Control (CSC) und Cross-Domain Computing (XC) von der Arbeitsplatzsicherung betroffen. Bei CSC arbeiteten in Abstatt zuletzt rund 2300 Mitarbeiter, bei XC waren es 1700.
Dagegen sind die 2100 Mitarbeiter der Bosch Engineering GmbH (BEG) nicht von der Einigung betroffen, da sie nicht tarifgebunden sind.
Künftig mehr Mitsprache für den Bosch-Betriebsrat
Im Zuge der Neuaufstellung des Unternehmensbereiches Mobility sollen die Arbeitnehmervertreter bei Bosch künftig intensiver bei strategischen Themen beteiligt werden, heißt es. "Wir sind mit einem umfangreichen Verhandlungspaket gestartet und haben in allen Punkten sehr gute gemeinsame Ergebnisse erzielt", sagte Frank Sell, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats des Bereichs Mobility. Nun müssten die Zielbilder für die einzelnen Standorte entwickelt werden, wie es die Einigung vorsehe.
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