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Audis wichtigstes E-Auto – Wann der Q6 E-Tron auf den Markt kommt

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Audi biegt mit der Entwicklung des Elektro-SUVs Q6 E-Tron auf die Zielgerade ein. Die Neckarsulmer Audi Sport GmbH hat auch eine Variante geplant. Wann wird Premiere gefeiert?

Die ersten Kundenfahrzeuge sollen im Frühjahr 2024 ausgeliefert werden. Preislich startet der Audi Q6 E-Tron schätzungsweise bei rund 70.000 Euro.
Die ersten Kundenfahrzeuge sollen im Frühjahr 2024 ausgeliefert werden. Preislich startet der Audi Q6 E-Tron schätzungsweise bei rund 70.000 Euro.  Foto: Audi

Audi steht vor der größten Modelloffensive in seiner Unternehmensgeschichte. Allein nächstes Jahr kommen mehr als zehn neue Modelle und Modellüberarbeitungen auf den Markt. Bis 2025 sind es insgesamt mehr als 20 neue Modelle, davon über zehn elektrisch. Den Anfang macht das vorerst wichtigste E-Auto mit den vier Ringen, der Q6 E-Tron, den es als klassisches SUV und SUV-Coupé mit dem Beinamen Sportback geben wird.

Nach fast zwei Jahren Verzögerung wegen Software-Problemen soll die neue Baureihe im Herbst nun endlich ihre Weltpremiere feiern. Die Auslieferung der ersten Kundenfahrzeuge ist für Frühjahr 2024 geplant. Zu Preisen schweigt sich Audi aus, schätzungsweise dürfte der Q6 E-Tron bei rund 70.000 Euro starten.

 


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Erster Blick aufs Design des Audi Q6 E-Tron

Mittlerweile ist Audi mit nicht mehr so extrem getarnten Prototypen unterwegs, die einige Rückschlüsse aufs Design erlauben. Vorne erkennt man deutlich die zweigeteilten Scheinwerfer, dazu gibt es eine richtig bullige Front und eine kräftige Schulterpartie hinter den Fondtüren.

Im Innenraum ist das meiste noch mit Teppichen verhängt. Aber dem Vernehmen nach soll der Q6 E-Tron in der Mitte des Cockpits den bisher größten Bildschirm bekommen, der bisher für ein Audi-Modell lieferbar war.

 


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800 Volt-Technik und bis zu 270 kW Ladeleistung

Bedeutender als das Design ist ohnehin erst einmal die Technik. „Mit dem Audi Q6 E-Tron führen wir die neue Premium-Plattform Electric (PPE) ein", sagt Technik-Vorstand Oliver Hoffmann. Die hat das Unternehmen mit den vier Ringen zusammen mit der Konzernschwester Porsche entwickelt. Bei den Zuffenhausenern kommt sie beim Schwestermodell Macan zum Einsatz.

Geladen werden kann mit der schnellen 800-Volt-Technik, die maximal 270 kW Ladeleistung ermöglicht. In weniger als einer halben Stunde soll das Akkupaket im Unterboden des Elektro-SUVs von fünf auf 80 Prozent erstarken und mehr als 600 Kilometer mit dem rund 100 kWh fassenden Akku weit kommen.

Einige Leistungsdaten durchgesickert

All zu viel will Audi noch nicht verraten, aber erste Daten sind durchgesickert. Zum Einsatz kommt eine neue Generation von Elektromotoren. Im Q6 E-Tron 55 leisten die beiden E-Maschinen zusammen 402 PS, bringen es aus dem Stand auf 535 Newtonmeter (Nm) Drehmoment und schaffen so den Sprint von null auf 100 km/h wohl in weniger als sechs Sekunden. Beim SQ6 E-Tron stehen dem Vernehmen nach 517 PS, 820 Nm und weniger als 4,5 Sekunden im Datenblatt.

Und weil die Audi-Tochter Audi Sport GmbH aus Neckarsulm nach dem E-Tron GT nun auch voll in der Elektro-Welt durchstartet, wird es in der zweiten Jahreshälfte 2024 mit dem RS Q6 E-Tron das erste RS-Modell auf PPE-Basis mit noch mehr Leistung, extremerer Optik und einem dynamischeren Fahrverhalten geben. Zudem soll es auf der PPE-Plattform ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte den vollelektrischen A6 E-Tron geben - als Limousine und als Avant. Gebaut werden diese Modelle allesamt am Stammsitz in Ingolstadt.

Modellanläufe bei Audi in Neckarsulm

Am Standort Neckarsulm sind 2024 zunächst einmal die Verbrenner dran. Im Frühjahr 2024 der Nachfolger des heutigen Verbrenner-A4, im Herbst die nächste Generation des heutigen Verbrenner-A6. Die Modelle heißen künftig A5 und A7. Sie werden als Limousine und Avant, mit Benzin- und Dieselmotoren sowie als Plug-in-Hybride erhältlich sein.

Leistungsstärkere S- und RS-Varianten sind ebenfalls eingeplant. Mit den beiden Baureihen hofft das Werk in Neckarsulm auf eine deutlich bessere Auslastung als in den vergangenen Jahren, als nur noch knapp die Hälfte der möglichen 300.000 Fahrzeuge produziert wurde.

 

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