Filterspezialist Mann+Hummel sucht dringend Fachkräfte
Ludwigsburg - Der Ludwigsburger Filterspezialist Mann+Hummel GmbH rechnet nach einem Rekordjahr 2010 im laufenden Jahr mit einem eher moderaten Umsatzwachstum. Das Unternehmen knackte im vergangenen Jahr dank des Booms in der Autoindustrie erstmals die Marke von Zwei-Milliarden-Euro Umsatz.
Ludwigsburg - Der Ludwigsburger Filterspezialist Mann+Hummel GmbH rechnet nach einem Rekordjahr 2010 im laufenden Jahr mit einem eher moderaten Umsatzwachstum. Obwohl das Jahr für die Autobranche extrem gut angelaufen sei, gebe es durch steigende Materialpreise und die Folgen des Erdbebens in Japan Risiken, begründete der Vorsitzende der Geschäftsführung, Alfred Weber, am Donnerstag die vorsichtige Prognose.
Das Unternehmen knackte im vergangenen Jahr dank des Booms in der Autoindustrie erstmals die Marke von Zwei-Milliarden-Euro Umsatz und erzielte 2,18 (Vorjahr: 1,67 Mrd.) Milliarden Euro Erlöse. Der Jahresüberschuss lag bei 94,2 Millionen Euro, ebenfalls der höchste Wert in der 70-jährigen Geschichte des Unternehmens. Im laufenden Jahr soll das Ergebnis mindestens gehalten werden.
Nach Kurzarbeit 2009 sind die 13 200 Mitarbeiter in den weltweit 27 Werken im vergangenen Jahr quasi „über Nacht“ in Vollbeschäftigung und dann Mehrarbeit mit Dreischichtbetrieb und Wochenendarbeit hineingerutscht, erläuterte Weber. Derzeit wird der weitere Aufbau von Arbeitsplätzen durch Mangel an Fachkräften erschwert. Weltweit sucht Mann+Hummel nach 500 Mitarbeitern - Ingenieuren, aber auch nach Mitarbeitern im Bereich Vertrieb, Finanzen und IT.
Das Unternehmen will das Geschäft jenseits des Autos ausbauen. Mittelfristig soll ein Drittel des Umsatzes im nicht-automobilen Bereich erzielt werden. Dieser Anteil liegt derzeit bei 13 Prozent. Für die weitere Diversifizierung hat das Unternehmen die Wasseraufbereitung und Elektromobilität im Blick.
In die Elektromobilität ist Mann+Hummel mit der Serienproduktion von Rahmen für Elektrobatterien und einem Luftfiltersystem für Hybrid-Fahrzeuge schon vor längerem eingestiegen. Derzeit laufen zehn Forschungsprojekte im Bereich alternative Antriebe. lsw
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