VR-Bank Heilbronn Schwäbisch Hall blickt auf gutes Jahr 2025 zurück
Die Genossenschaftsbank entwickelt sich in einem schwierigen Umfeld positiv. Die Mitglieder erhalten eine Dividende von drei Prozent je Geschäftsanteil. Niederlassungen und Öffnungszeiten werden überprüft.

Die VR-Bank Heilbronn Schwäbisch Hall hat sich im vergangenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. „Das Jahr 2025 lief gut“, sagte Vorstandsvorsitzender Eberhard Spies beim Pressegespräch in Schwäbisch Hall. Vor allem im Vertrieb sei die VR-Bank gut unterwegs gewesen. Die Genossenschaftsbank steigerte ihre Bilanzsumme nach vorläufigen Zahlen leicht von 4,82 auf 4,89 Milliarden Euro. Das Kundengeschäftsvolumen wuchs um 557 Millionen Euro auf 11,3 Milliarden an. In dieser Zahl ist auch das Geschäft enthalten, das die VR-Bank mit den genossenschaftlichen Verbundpartnern wie der Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V Versicherung macht.
Die VR-Bank hat nicht alle angefragten Firmenkredite bewilligt
Bei den Kundeneinlagen legte die Bank leicht von 3,70 auf 3,75 Milliarden Euro, das Kreditvolumen wuchs von 3,4 auf 3,67 Milliarden Euro. Wie Spies berichtete, hat die Nachfrage der Unternehmen nach Krediten im vergangenen Jahr angezogen. „Aber wir haben nicht alles gemacht, was bei uns angefragt wurde.“ Der Bankchef rechnet damit, dass die Situation für die heimische Wirtschaft im laufenden Jahr anspruchsvoller wird. „Die Puffer, die bisher noch da waren, sind langsam aufgebraucht“, meint Spies.
Die VR-Bank konnte 2025 ihr Eigenkapital um 22 Millionen Euro auf 494 Millionen Euro aufstocken. Spies wies darauf hin, dass man mit einer Kernkapitalquote von rund 16 Prozent klar über den gesetzlichen Vorgaben liege. Zum Ergebnis wollte Spies nichts sagen, da man die endgültigen Zahlen und die Bewertung abwarten müsse. Nur so viel: „Es war etwas besser als letztes Jahr.“
Auch mit dem Immobiliengeschäft zeigte sich der Vorstandsvorsitzende zufrieden. 2025 vermittelte die VR-Bank 211 Immobilien mit einem Gesamtwert von 83 Millionen Euro – das sind rund 450.000 Euro mehr als im Vorjahr.
Weniger Mitglieder halten mehr Anteil an der VR-Bank Heilbronn Schwäbisch Hall
Die Mitgliederentwicklung ist wie bei anderen Genossenschaftsbanken weiterhin rückläufig. Zum Jahresende waren 102.271 Männer und Frauen Mitglied der VR-Bank Heilbronn Schwäbisch Hall, im Vorjahr waren es noch 104.063 Mitglieder. Als Ursachen nannte Spies die demografische Entwicklung sowie die Kündigung von inaktiven Mitgliedern durch die Bank. „Wir wollen aktive Mitglieder“, betonte der Bankchef.
Die Mitglieder hielten Ende 2025 insgesamt 403.926 Anteile an der VR-Bank nach 381.715 im Jahr 2024. Die Steigerung kommt daher, dass die Mitglieder nun zehn statt wie bisher acht Geschäftsanteile zeichnen können. Die Mitglieder erhalten eine Dividende von drei Prozent, insgesamt schüttet die VR-Bank rund 2,3 Millionen Euro an ihre Eigentümer aus.
Mittelfristig wird die VR-Bank weitere Filialen schließen

Im laufenden Jahr plant die Bank keine Filialschließungen. Klar sei aber, dass man über Standorte und Öffnungszeiten nachdenken müsse, sagte Spies. Bei den aktuell 33 Niederlassungen werde es nicht bleiben, weil sich gerade kleinere Filialen kaum mehr rechneten. „Die Kunden stimmen mit den Füßen ab“, so Spies. In diesem Jahr wird die VR-Bank die rund 25 SB-Terminals im Marktgebiet Heilbronn abbauen, an den Geldausgabeautomaten werde man jedoch festhalten. Die modernisierte Filiale in Bad Friedrichshall soll im Juni eröffnet werden. Auch die Schalterhalle in Heilbronn wird demnächst umgebaut, um die Fläche besser zu nutzen.
Die VR-Bank bildet 80 junge Leute aus
Die VR-Bank beschäftigt aktuell 645 Mitarbeiter nach 630 im Vorjahr. Derzeit bildet die Bank 80 junge Leute aus, um den Nachwuchs an Fachkräften zu sichern. Bei der Quantität habe man hier kein Problem, wohl aber bei der Qualität, betonte Spies. Ende des Jahres geht der heute 67-lährige langjährige Kopf der VR-Bank in Ruhestand. Sein Nachfolger steht mit Daniel Mohr bereits fest. Mohr kam zum Jahreswechsel von der Volksbank Neckartal zur VR-Bank Heilbronn-Schwäbisch Hall.
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