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Brackenheim

VBU knackt die Vier-Milliarden-Marke

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Volksbank im Unterland mit erfolgreichem Jahr 2024. Vor allem das Immobiliengeschäft hat deutlich zugelegt. Rekordwert auch beim Provisionsergebnis.

Der Vorstand der VBU ist zufrieden (von links): Vorstandssprecher Jochen Hermann, Vorstand Heiko Schneider und Vorstand Jürgen Leiß.
Der Vorstand der VBU ist zufrieden (von links): Vorstandssprecher Jochen Hermann, Vorstand Heiko Schneider und Vorstand Jürgen Leiß.  Foto: VBU

Die aktuelle Wirtschaftskrise kann der Volksbank im Unterland (VBU) nichts anhaben. Die Genossenschaftsbank hat im vergangenen Jahr einige Bestmarken aufgestellt. „Wir sind sehr, sehr zufrieden mit 2024“, sagt Vorstandssprecher Jochen Hermann. Erstmals in ihrer Geschichte hat die VBU beim Gesamtkundenvolumen die Marke von vier Milliarden Euro geknackt. Das Volumen stieg 2024 um fünf Prozent auf 4,155 Milliarden Euro. 

Starkes Immobiliengeschäft treibt das Wachstum der VBU

Haupttreiber des Wachstums war das starke Kreditgeschäft, das um 6,3 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro zulegte. Besonders Immobilienfinanzierungen waren bei den Kunden gefragt. „Wir haben hier unser bestes Vermittlungsergebnis bisher erzielt“, berichtet Hermann. Insgesamt vermittelte die VBU im vergangenen Jahr 88 Immobilien im Gesamtwert von 31 Millionen Euro.

Bei den Gewerbekunden spürte das Institut hingegen die Verunsicherung - die Nachfrage nach Krediten war rückläufig. „Unternehmer stellen Investitionen zurück“, sagt VBU-Vorstand Jürgen Leiß. Hier müsste es rasch politische Signale für mehr Zuversicht und Planungssicherheit geben.

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VBU-Kunden fragen verstärkt Wertpapiere nach

Die Einlagen entwickelten sich moderat aufwärts. Die VBU verzeichnet nach einem starken Anstieg im Jahr 2023 nun ein Plus von 1,3 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. „Damit sind wir zufrieden“, sagt Leiß. Die Kunden setzten verstärkt auf Festgeld und Wertpapiere, vor allem Fondssparpläne seien beliebt, sagt der Vorstand. Der Wertpapierumsatz ist 2024 um 34 Prozent gestiegen, der Wertpapierbestand liegt jetzt bei 850 Millionen Euro (plus 15 Prozent).

Entsprechend zufrieden sind die Vorstände mit dem Ergebnis. Das Zinsergebnis lieg mit 26,7 Millionen Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Der Provisionsüberschuss stieg um gut zehn Prozent auf 13 Millionen Euro - auch das ein neuer Spitzenwert, der vor allem dem boomenden Immobiliengeschäft zu verdanken ist. Daher werden die Mitglieder wie im Vorjahr mit einer Dividende in Höhe von 3,5 Prozent bedacht.

Die Kreditrisiken bei der VBU sind den Angaben zufolge gering

Die Kreditrisiken halten sich bei der VBU in Grenzen, wie der zuständige Vorstand Heiko Schneider berichtet. „Wir hatten bisher keine größeren Kreditausfälle und erwarten dieses Jahr auch keine“, sagt er.

An der Filialstruktur hält die VBU fest. Das Institut betreibt rund um Brackenheim neun personenbesetzte Filialen. Die Mitarbeiterzahl ist im vergangenen Jahr leicht auf 240 gestiegen. Schneider kündigte Investitionen in neue Service-Terminals in den Filialen an.

Nach einem guten Jahresstart ist der VBU-Vorstand optimistisch für 2025

Angesichts der guten Entwicklung 2024 ist die VBU auch für das laufende Jahr zuversichtlich. „Wir sind positiv für 2025 gestimmt“, sagt Hermann. Die Planung sei ambitioniert, der Start ins neue Jahr sei gut gewesen. Springe jetzt noch die Konjunktur an, könnte es für die VBU auch in diesem Jahr weitere Rekorde geben.

Auf dem Nachbargrundstück der VBU in Brackenheim bleibt es nicht bei dem Wohngebäude, das die Bank hat bauen lassen. „Wir planen ein weiteres Geschäfts- und Wohnhaus mit mehr als 2600 Quadratmetern Fläche“, berichtet Vorstand Heiko Schneider. Zudem sei ein Parkplatz mit einer Photovoltaik-Anlage vorgesehen. „Wir wollen bezahlbaren Wohnraum in der Stadtmitte schaffen“, sagt Schneider. Es werde wie beim ersten Wohngebäude auch wieder einige Sozialwohnungen geben.

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