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Trotz Insolvenz: Betrieb bei EFS geht weiter

  
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Das insolvente Unternehmen EFS aus Nordheim führt den Betrieb fort. Für den Hersteller von Hebesystemen vor allem für die Autoindustrie läuft die Suche nach einem Investor. Jetzt wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

EFS Nordheim stellt Anlagen her, wie sie hier bei BMW im Einsatz sind.
EFS Nordheim stellt Anlagen her, wie sie hier bei BMW im Einsatz sind.  Foto: press.bmwgroup.com

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung über den Hebetechnik-Hersteller EFS aus Nordheim arbeitet das Unternehmen weiter. „Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt, der Investorenprozess läuft“, teilte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung mit. EFS hatte Ende Dezember 2025 den Gang zum Insolvenzgericht angetreten. Als vorläufiger Sachwalter wurde Rechtsanwalt Dietmar Haffa von der Stuttgarter Kanzlei Schultze & Braun eingesetzt. Als Generalbevollmächtigter fungiert Dirk Eichelbaum von DHMP Restrukturierung.

EFS beliefert vor allem die Autobranche

Das Unternehmen beschäftigt etwa 70 Mitarbeiter und hat sich auf die Herstellung von Hebe- und Transportsystemen für schwere Lasten spezialisiert. Dadurch können zum Beispiel Motoren, Scheiben oder Bleche präzise bewegt und eingebaut werden. Sie werden vor allem in den Fabriken von Autoherstellern und ihren Zulieferern eingesetzt. 

Lange Zeit lief es sehr gut für EFS

In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen vom Boom der Branche noch profitiert: Mehrfach wurde der Firmensitz in Nordheim in Produktion und Verwaltung erweitert, 2008 entstand eine Schwestergesellschaft in den USA und 2013 eine Tochtergesellschaft in China. Zuletzt hatte es aber einen deutlichen Auftragsrückgang gegeben. Vor dem Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung seien die Kostenstrukturen auf den Prüfstand gestellt und verschiedene Möglichkeiten geprüft worden, sich konsequent neu auszurichten.

Gegründet wurde der Betrieb 1996 in Leingarten. 1999 folgte dann der Umzug nach Nordheim. Betriebserweiterungen gab es 2003, 2008 und 2012. 

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