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Wintereinbruch
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Streusalz aus Heilbronn stark gefragt: Salzwerke produzieren auf Hochtouren

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Der Winter zeigt sich von seiner kalten Seite, und ein Ende ist nicht in Sicht. Unterdessen läuft die Streusalzproduktion der Südwestdeutschen Salzwerke auf Hochtouren – wie es um die Lagerbestände aussieht.

Von Ann-Kathrin Greinert

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Tägliche Minusgrade auf dem Thermometer, frostbedeckte Wälder und Wiesen: Der Winter zeigt sich von seiner schönsten Seite. Nach dem Winterchaos Anfang Januar mit glatten Straßen und kräftigen Schneefällen ist jetzt vorerst Ruhe eingekehrt. Doch das könnte sich laut „The Weather Channel“ Ende Januar ändern: „Wenn man den Wochenprognosen vom EZMWF (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage) Glauben schenkt, dann wird es lange kalt bleiben“, heißt es auf der Webseite des Wetterkanals.

Ob und wie viel Schnee und Glätte wirklich kommen, wird sich wohl erst in den kommenden Tagen zeigen. Die Streusalzproduktion der Südwestdeutschen Salzwerke AG läuft aber seit einigen Wochen auf Hochtouren, um alle eingehenden Aufträge abarbeiten zu können. 

Lager in Heilbronn gut gefüllt: Knapp 630.000 Tonnen Salz vorhanden

„Wir waren gut auf den Wintereinbruch vorbereitet“, heißt es vonseiten der Pressestelle der Salzwerke auf Nachfragen unserer Redaktion. Die über- und unterirdischen Lager seien gut gefüllt gewesen. „Durch die ganzjährige Produktion von Auftausalz waren übertägig 380.000 Tonnen und untertägig 250.000 Tonnen Lagerbestand vorrätig.“ Trotz dieser enormen Menge läuft die Produktion weiter auf Hochtouren. 

Wintereinbrüche lassen den Bedarf an Streusalz steigen. Das merken auch die Südwestdeutschen Salzwerke in Heilbronn.
Wintereinbrüche lassen den Bedarf an Streusalz steigen. Das merken auch die Südwestdeutschen Salzwerke in Heilbronn.  Foto: Südwestdeutsche Salzwerke

Auch die Salzwerke spüren die Auswirkungen eines plötzlichen Wintereinbruchs: Der Bedarf an Auftausalz steige dann ruckartig stark an. „Diese Situation haben wir seit Anfang vorletzter Woche.“ Knapp 850 Lkw können laut Pressestelle an einem Tag vom Standort Heilbronn und aus Über-Tage-Zwischenlagern beladen und auf den Weg zum Kunden geschickt werden. 

Streusalz aus Heilbronn: Längere Lieferzeiten durch hohe Nachfrage 

Die derzeitige Wetterlage zeige deutlich, wie wichtig es sei, sich um einen Vorrat zu kümmern, um nicht überrascht zu werden. Doch die hohe Nachfrage nach Streusalz bringt auch ein Problem mit sich: Sie könne die logistischen Kapazitäten, die auf dem Markt zur Verfügung stehen, übersteigen. „Dadurch kann es durchaus zu längeren Lieferzeiten kommen. Die Logistik ist das Nadelöhr“, teilt die Pressestelle der Salzwerke mit.

Streuen ja, aber kein Salz für PrivatpersonenAls Privatperson Salz zu streuen, ist laut Stadt Heilbronn nur bei besonderen Witterungsbedingungen wie Eisregen zulässig. Im Normalfall müssen Anwohner auf abgestumpftes Material wie Sand oder Split zurückgreifen. 

Auch für den zu streuenden Umfang gibt es genaue Vorschriften: So müssen Anwohner bei Gehwegen die gesamte Breite bestreuen. Sind keine Gehwege vorhanden, erstreckt sich die Räum- und Streupflicht auf eine 1,50 Meter breite Fläche am Fahrbahnrand.

Für Fußgängerbereiche gilt laut Stadt grundsätzlich: „In für den Fußgängerverkehr besonders gekennzeichneten Flächen muss die gesamte Fläche gestreut und geräumt werden. In den sonstigen Fällen erstreckt sich die Räum- und Streupflicht auf einen vier Meter breiten Streifen am Rande.“

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