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STO Streicher aus Besigheim: Wenig Hoffnung für insolventen Autozulieferer 

  
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STO Streicher aus Besigheim-Ottmarsheim ist in finanziellen Schwierigkeiten. Der Prototypenhersteller für Aluminiumteile in der Automobilindustrie leidet unter der Flaute der Branche. Jetzt wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.


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Der Aluminiumverarbeiter STO Streicher mit Sitz in Ottmarsheim ist insolvent. Das Amtsgericht Heilbronn hat am Montag das Insolvenzverfahren über das 1989 gegründete Unternehmen eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Heilbronner Rechtsanwalt Harry Kressl bestellt. 

Warum die eigene Alugießerei kein Vorteil mehr ist

Streicher hat sich auf Prototypen vor allem für die Autoindustrie spezialisiert. Sie mache mehr als 90 Prozent des Umsatzes aus, erläutert Kressl. Die Referenzenliste umfasst die großen Namen der Branche – Mercedes, AMG und BMW ebenso wie Audi, Bosch oder Mann + Hummel. In den vergangenen beiden Jahren sei aber der Umsatz massiv eingebrochen, schildert der Rechtsanwalt. „Der Markt ist schwierig, gerade für Prototypen-Anbieter.“ Verschärfend komme hinzu, dass Streicher eine eigene Aluminiumgießerei betreibe, was zu hohen Energiekosten führe. „So etwas ist derzeit in Deutschland nicht mehr rentabel darstellbar“, meint Kressl.

Investoren sind wieder abgesprungen

Die Chancen für eine Fortführung des Unternehmens mit derzeit noch 30 Mitarbeitern beurteilt der Insolvenzverwalter als eher gering. Direkt nach dem Insolvenzantrag sei mit der Suche nach Investoren gestartet worden – die wenigen Interessenten seien aber wieder abgesprungen. „Ich gehe daher nicht davon aus, dass es zu einer Fortführung kommen wird“, meint Kressl. Eher würden wohl nur noch die Restaufträge abgearbeitet.

Generell seien die Aussichten für insolvente Unternehmen der Automotive-Branche derzeit nicht gut, hat der Heilbnronner Anwalt festgestellt. Oft sei es schwierig, überhaupt einen Investor zu finden.

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