Steiff auf der Spielwarenmesse: Mit Peanuts und Batman
Nicht jeder kann sich ein teures Editions-Exemplar leisten. Darum hat sich der Plüschtierhersteller aus Giengen für die Zukunft geschickt aufgestellt.

Für einen Messestand hat sich der Plüschtierhersteller Steiff eine außergewöhnliche Platzierung ausgesucht. Nicht zwischen den Wettbewerbern hat sich das Traditionsunternehmen aus Giengen niedergelassen, sondern ganz oben: Die Cafeteria im Obergeschoss von Halle 3C wurde zum mittlerweile zweiten Mal in Beschlag genommen. Von dort aus haben die Mitarbeiter und ihre Besucher einen freien Blick auf die komplette Halle, in der überwiegend Anbieter von Baby- und Kleinkind-Spielzeug verteilt sind.
Drei unterschiedliche Produktlinien
Auf einen normalen, vollgeladenen Messestand haben die Macher ebenso verzichtet. Die Neuheiten dieses Jahres sind in ein paar Regalen und in Kästen platziert, in die außerdem Osterglocken gepflanzt wurden. Unterteilt sind sie nach den drei Produktlinien: „Friends“ richten sich an Einsteiger und sind entsprechend günstiger, „Originals“ sollen vor allem möglichst nah am tierischen Vorbild sein – und die „Edition“-Exemplare sind die traditionellen, hochwertigen Mohair-Produkte, wie sie nach wie vor am Stammsitz in Giengen hergestellt werden, während die günstigeren Artikel aus dem eigenen Werk in Tunesien kommen.
Sowohl bei „Friends“ als auch bei „Edition“ finden sich auch Lizenzartikel: Aristocats und Peanuts, Susi & Strolch, Winnie Pooh und sogar Figuren aus dem Batman-Universum. „Es muss aber zu uns passen“, sagt Marketingleiterin Birgit Landes. „Es muss sich authentisch anfühlen.“ Einige weitere Neuheiten werden erst im Herbst herausgebracht – über sie darf derzeit noch nicht einmal berichtet werden.
Zusammenarbeit mit einem Modekonzern
Kooperationen und Lizenzen haben bei Steiff auch das Geschäft im vergangenen Jahr beflügelt. Erstmals arbeitete das Familienunternehmen mit dem Modekonzern Boss zusammen, sowohl bei Plüsch als auch bei Textilien – Steiff hat auch Kinderkleidung im Sortiment, arbeitet zudem seit einigen Jahren mit einem Möbelhersteller zusammen. „Die Zusammenarbeit ist wirklich sehr gut gelaufen“, berichtet Birgit Landes. „Boss hat uns mit vielen neuen Zielgruppen verbunden.“ Auch insgesamt sei das Unternehmen mit dem Umsatz zufrieden. Genaue Zahlen werden freilich nicht veröffentlicht – laut den jüngsten im Bundesanzeiger veröffentlichten Daten erzielte die Gruppe mit Plüsch sowie Baby- und Kinderkleidung 2023 noch 65 Millionen Euro.
Vergangenes Jahr seien vor allem asiatische Märkte sowie die USA gut gelaufen, berichtet die Marketingchefin. „Wir sind mit dem Jahr zufrieden.“ Und das Museum sei wieder so gut besucht wie vor Corona
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