Schwarz Digits kommt in Fahrt

  
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Nach langer Anlaufzeit erleben die eigene Cloud Stackit und die Themen digitale Soluveränität und Cybersicherheit endlich einen Aufschwung. Daraus könnte noch Großes werden, meint unser Autor.

Das Rechenzentrum bei Lübbenau ist die größte Investition, die Schwarz Digits gerade stemmt.
Das Rechenzentrum bei Lübbenau ist die größte Investition, die Schwarz Digits gerade stemmt.  Foto: Schwarz-Digits

Quasi täglich trudeln derzeit Nachrichten aus der Schwarz-Gruppe ein – und ein Großteil betrifft mittlerweile die jüngste Sparte Schwarz Digits. Strategische Kooperationen werden in Vielzahl abgeschlossen, mal mit der Charité, mal mit dem Sana-Konzern, mal mit der Adecco-Gruppe. Bei Aleph Alpha wurde quasi die Führung übernommen, Zukäufe sorgen für Wirbel, in ein Rechenzentrum in Brandenburg werden Milliarden investiert.

Die Sparte weiß das politische Momentum hinter sich 

Vor allem aber: Mit den Themen Cybersicherheit und digitale Souveränität hat Schwarz Digits zwei Themen im Portfolio, für die auf einmal Unternehmen und die öffentliche Hand nach Lösungen suchen. Spätestens mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs und zunehmenden Cyberattacken auf Firmen und Behörden ist die Dringlichkeit hoch. Zwar halten sich bislang die großen Konzerne immer noch zurück damit, sich offiziell als Kunde zu präsentieren – anders als bei SAP, wo jedes Jahr eine Liste möglichst beeindruckender Namen bei der Bilanzvorlage verlesen wird. Doch dafür registrieren aufmerksame Beobachter immer engere Kontakte der Schwarz-Digits-Verantwortlichen zu Behörden bis hin zur Bundesregierung. Die Sparte gibt mächtig Gas, und sie weiß das politische Momentum hinter sich.

Die finanzielle Schlagkraft der Schwarz-Gruppe macht die Expansion leichter

Was einst als Projekt für Kaufland und Lidl begann, um deren riesige Datenmengen effizient zu managen, hat inzwischen das Potenzial, ganz groß zu werden. Mit der finanziellen Schlagkraft von Europas größtem Handelskonzern stehen Optionen offen, die Wettbewerber nur selten stemmen können. Dabei kaufen die Neckarsulmer aber nur selten teurer ein, als sie müssen. Dafür sind sie dann doch zu sehr Kaufleute.

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