Miese Kaufkraft in der Stadt Heilbronn – so schneiden der Landkreis und Hohenlohe ab
In der Stadt Heilbronn können sich die Menschen im Deutschland-Vergleich wenig leisten. Deutlich besser ist die Kaufkraft im Landkreis und im Hohenlohekreis. Wer auf welchem Platz im Bundesranking liegt.
Nirgends in Baden-Württemberg haben die Menschen so viel Kaufkraft wie in Baden-Baden: Dort bleibt von einem nominalen verfügbaren Durchschnittseinkommen von 31.787 angesichts der hohen Preise noch ein reales Einkommen von 30.951 Euro, wie eine Datenauswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Damit liegt die für ihre Millionäre bekannte Kurstadt in einem bundesweiten Ranking über die Kaufkraft auf dem sechsten Platz. Wo reihen sich Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie der Hohenlohekreis ein?
In der Reihenfolge im Südwesten folgt erstmal Ulm mit nominal 30.216 und real 28.750 Euro auf dem zweiten Rang, den dritten Platz im Land belegt der Landkreis Tuttlingen mit nominal 28.330 Euro und real 28.732 Euro. Rang vier belegt in Baden-Württemberg der Zollernalbkreis bei der Kaufkraft mit nominal 28.105 Euro und real 28.620 Euro. Auf Platz fünf kommt der Landkreis Rottweil mit nominal 27.587 Euro und real 28.499 Euro.
Ranking zeigt: Heilbronner können sich im Bundesvergleich wenig leisten
Um die Stadt Heilbronn in der Statistik zu finden, muss ziemlich weit hinten suchen: Mit einer Kaufkraft von real 23.929 belegt sie lediglich Platz 338. Deutlich besser schneidet der Landkreis Heilbronn mit einem preisbereinigten Einkommen von 27.417 Euro und Platz 108 im Bundesranking ab. Nur kurz dahinter folgt der Hohenlohenkreis 27.372 auf Platz 113.
Ganz vorne landen die beiden bayerischen Landkreise Starnberg und Miesbach. Nirgends in Deutschland haben die Menschen so viel Kaufkraft wie dort. Auch wenn das Leben in der Nähe von Starnberger See und Tegernsee überdurchschnittlich teuer ist: Die Einkommen dort sind so hoch, dass sie das mehr als ausgleichen
Welche Landkreise deutschlandweit höchste Kaufkraft haben – schöne Landschaften als Anziehungspunkt
Generell zieht eine schöne Landschaft nach Angaben der Studienautoren die Wohlhabenden an. Auch dahinter folgen deswegen fast folgerichtig zwei idyllisch gelegene Kreise, wie Studienautor Christoph Schröder anmerkt: der Hochtaunuskreis bei Frankfurt und Nordfriesland mit Sylt mit Kaufkraftwerten von 33.011 und 31.378 Euro. Sie liegen ebenfalls bereits beim nominalen Einkommen weit vorne. Doch weil nominal einkommensstärkere Regionen wie der Landkreis München durch besonders hohe Preise nach hinten rutschen, geht es für sie bis ganz in die Spitze.
Entscheidender Faktor für die Unterschiede im Preisniveau sind laut IW die Wohnkosten. Über sie hinaus gibt es selbst zwischen den teuersten und billigsten Regionen nur geringe Unterschiede. Teuerste Stadt ist München, das 24,4 Prozent über dem Durchschnitt liegt, am billigsten der Vogtlandkreis 9,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.
Basis der Berechnungen waren Einkommenszahlen der statistischen Ämter des Bundes und der Länder für 2022 und ein vom IW selbst erhobener regionaler Preisindex auf Basis Millionen teilweise automatisiert erhobener Daten aus dem Jahr 2023.
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Kommentare
Jörg Maucja am 01.12.2024 14:45 Uhr
Tja...
Das merkt man.
Zumal man in Stuttgart durchschnittlich 500 Euro netto mehr verdient.
Die geschäfte in Heilbronn spiegeln das auch wieder .
Meistens billig Läden.
Schade,früher war das mal anders