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SAP streicht die Frauenquote – wegen Politik von US-Präsident Donald Trump

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Der Walldorfer Softwarekonzern SAP kassiert aufgrund Trumps Politik die Diversitätsziele. Vorstandschef Klein verweist darauf, dass man sich an gesetzliche Regeln halte.


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Der Softwarekonzern SAP streicht seine Frauenquote. Hintergrund ist die Politik von US-Präsident Donald Trump, der Diversitätsinitiativen den Kampf angesagt hat. Der Walldorfer Konzern bestätigte auf Stimme-Anfrage einen entsprechende Bericht des „Handelsblatts“. Demnach hat das SAP-Management um Vorstandschef Christian Klein die Belegschaft am Freitag in einer internen Mail darüber informiert, dass das Ziel einer Frauenquote von 40 Prozent aufgegeben werde. Zudem bezieht man die USA bei der Quote der weiblichen Führungskräfte nicht mehr ein. Auch bei der Vorstandsvergütung werde Diversität künftig nicht mehr als Bewertungsmaßstab berücksichtigt, hieß es.

Diversitätsinitiative von SAP: Trump-Regierung übt Druck auf Unternehmen aus

Das „Diversity & Inclusion Office“ von SAP, das für die Diversitätsinitiativen des Softwarekonzerns verantwortlich ist, verliert dem Bericht zufolge seine Eigenständigkeit und wird mit dem Bereich „Corporate Social Responsibility“ zusammengelegt.

SAP-Chef Christian Klein hat das Ziel einer 40-prozentigen Frauenquote aufgegeben. Grund ist die Politik von US-Präsident Donald Trump.
SAP-Chef Christian Klein hat das Ziel einer 40-prozentigen Frauenquote aufgegeben. Grund ist die Politik von US-Präsident Donald Trump.  Foto: Uwe Anspach

Donald Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 ein Dekret unterzeichnet, das US-Behörden den Einsatz von Programmen für Diversität, Gleichstellung und Inklusion verbietet. Seither übt die Trump-Regierung massiven Druck auf Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen aus, Diversitätsinitiativen einzustellen. So hat sich bereits T-Mobile, die US-Tochter der Deutschen Telekom , verpflichtet, solche Programme zu beenden.

SAP betont, man halte sich in  jedem Land an die gesetzlichen Regelungen

SAP teilte mit, man bleibe weiterhin dem Ziel verpflichtet, „als inklusiver Arbeitgeber allen Mitarbeitenden gleiche Chancen zu eröffnen, und damit sicherzustellen, dass das Unternehmen in jedem Land, in dem es tätig ist, vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen entspricht“.  In einer internen Mail hieß es, eine vielfältige Belegschaft und integrative Führung seinen für eine leistungsfähige Organisation entscheidend. 

Als global agierendes Unternehmen mit einer starken Präsenz in den USA müsse man aber auf „externe Veränderungen, etwa auf aktuelle gesetzliche Entwicklungen“ reagieren, heißt es in dem Schreiben. SAP-Chef Klein betonte, man halte sich in jedem Land an die lokalen Vorschriften.

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