Rettenmaier übernimmt Dämmstoffhersteller Naturheld von insolventer Ziegler-Gruppe
Die insolvente Ziegler-Gruppe in Oberfranken wird zerschlagen: Zwei nahezu namensgleiche Investoren steigen ein, darunter die Rettenmaier-Gruppe aus Rosenberg, die eng mit Heilbronn verbunden ist.
Der Holzkonzern Rettenmaier übernimmt den Dämmstoffhersteller Naturheld von der insolventen oberfränkischen Ziegler-Gruppe. Das geht aus einer Anmeldung beim Bundeskartellamt hervor. Das Unternehmen nahm erst 2022 seine Tätigkeit auf und stellt in Grafenwöhr, nahe der tschechischen Grenze, mit 130 Mitarbeitern Platten und Matten aus Holzfasern her.
Naturheld geht an Josef Rettenmaier Naturenergie Holding GmbH & Co KG
Dabei, so heißt es auf der Unternehmens-Homepage, werden auch Anlagen des Eppinger Maschinenbauers Dieffenbacher eingesetzt. In das Werk wurde ein dreistelliger Millionenbetrag investiert, um mit umweltfreundlichen Dämmstoffen ein neues Geschäftsfeld zu erschließen.
Konkret geht Naturheld an die Josef Rettenmaier Naturenergie Holding GmbH & Co KG, eine Beteiligungsgesellschaft der JRS-Gruppe mit Sitz in Rosenberg im Kreis Ellwangen. Der 2020 verstorbene Heilbronner Unternehmer Otto Rettenmaier führte die Gruppe lange Jahre zusammen mit seinem Bruder Josef.

Auch Rettenmeier mit „e“ übernimmt Teile der Ziegler-Gruppe
Auch für weitere Teile der Ziegler-Gruppe, die insgesamt 3000 Mitarbeiter beschäftigte und eine Milliarde Euro Umsatz macht, wurde ein Käufer gefunden: Die fränkische Rettenmeier-Gruppe übernimmt das zentrale Sägewerk und weitere Firmen sowie insgesamt 650 Beschäftigte.
Rettenmeier hat seinen Sitz in Ansbach und macht etwa 350 Millionen Euro Umsatz.
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