Rekordjahr für Maschinenbauer Groninger
Familienunternehmen Groninger knackt die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro. Und investiert kräftig in den Stammsitz und in die erfolgreiche US-Tochter.

Der Crailsheimer Maschinenbauer Groninger blickt auf ein Rekordjahr zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde im Jahr 2024 ein Umsatz von rund 300 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Jahr 2023 lag die Gesamtleistung der Gruppe noch bei 275 Millionen Euro. „Obwohl das Jahr 2024 von globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten und politischen Spannungen geprägt war, und wir einige interne Großprojekte stemmen mussten, ist es uns gemeinsam gelungen, das Jahr für die Firmengruppe erfolgreich abzuschließen“, sagt Jens Groninger, Sprecher der Geschäftsführung. „Wir haben unsere ambitionierten Ziele erreicht“, freut sich Groninger und lobt den Einsatz der Mitarbeiter über alle Standorte hinweg. „Wir sind unglaublich stolz“, sagt sein Bruder Volker Groninger, der ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter ist.
Groninger ist Spezialist für Füll- und Verschließmaschinen
Das Crailsheimer Unternehmen gehört zu den international führenden Herstellern von Füll- und Verschließmaschinen für die Pharma-, Consumer-Healthcare- und Kosmetik-Industrie, Groninger beschäft aktuell an den Standorten Crailsheim, Schnelldorf und Charlotte (North Carolina) mehr als 1600 Mitarbeiter. Die Exportquote liegt bei mehr als 90 Prozent.

Im zurückliegenden Jahr hat das Familienunternehmen gezielt in die Organisationsentwicklung, die Aktualisierung von Prozessketten und die Stärkung der Innovationsprozesse investiert. „Unser Unternehmen baut hochkomplexe, hochautomatisierte Anlagen für die Pharma- und Consumer-Healthcare-Industrie – mit höchsten Anforderungen an Präzision, Flexibilität und Zuverlässigkeit“, sagt Jens Groninger. Diese Exzellenz müsse sich in den internen Abläufen widerspiegeln.
2025 war Groninger vor allem in Europa sehr erfolgreich
Im vergangenen Jahr war Groninger in den wichtigsten Märkten erfolgreich. 30 Prozent des Umsatzes erzielten die Crailsheimer in Nord- und Südamerika, 60 Prozent in Europa und zehn Prozent in Asien und Afrika. „Wir haben im vergangenen Jahr eine unglaublich starke Performance in Europa hingelegt. Hier waren wir überproportional erfolgreich“, sagt Groninger. „Europa ist und bleibt ein stabiler, verlässlicher Partner für Industrie und Innovation.“
Entsprechend bekennt sich das Unternehmen zum Standort Europa und speziell zum Standort Deutschland. Der Maschinenbauer plant in Crailsheim auf rund 7000 Quadratmetern den Neubau einer hochmodernen Montagehalle mit integrierten Büro- und Verwaltungsflächen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant. „Wir gehen von einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro aus“, berichtet Jens Groninger. Das sei die bisher größte Einzelinvestition in der mehr als 45-jährigen Firmengeschichte. „Wir schaffen zusätzliche Produktionskapazitäten. Andererseits werden wir durch die Erweiterung ausreichend Raum haben, neue Dienstleistungen anzubieten, die wir in unserem Portfolio gezielt ergänzen möchten“, sagt der Geschäftsführer.
In den USA investiert Groninger in einen neuen Hauptsitz in Charlotte
Auch in den USA investiert Groninger. 14,2 Millionen US-Dollar fließen in den Bau des neuen Hauptsitzes von Groninger am Standort in Charlotte in North Carolina. Bis 2030 sollen dort 60 neue Arbeitsplätze entstehen. „Auch mit dieser baulichen Erweiterung reagieren wir auf die anhaltend hohe Nachfrage im nordamerikanischen Markt nach unserem Know-how“, sagt Groninger. Die Vereinigten Staaten seien der größte Pharmamarkt der Welt und gehörten daher zu den wichtigsten Absatzmärkten der Crailsheimer.
Groninger setzt auch 2025 auf moderates Wachstum
Auch für das laufende Jahr plant Groninger mit Wachstum. „Wir werden im Jahr 2025 unsere Wachstumsstrategie fortsetzen – bewusst und mit Augenmaß“, sagt Volker Groninger. Ziel sei ein moderates Wachstum, um die Identität als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen nicht zu verlieren., sagt der Geschäftsführer.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare