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Stuttgart/Schwäbisch Hall

Recaro wächst zweistellig und investiert

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Flugzeugsitzehersteller profitiert von starkem Wachstum in der Luftfahrtbranche. Recaro kündigt weiterhin hohe Investitionen in Produkte und Standorte an. Auch Recaro Rail und Recaro Gaming entwickeln sich positiv.

Recaro produziert seit einigen Jahren auch Sitze für die Business Class. In der Economy-Klasse sind die Schwäbisch Haller Marktführer.
Recaro produziert seit einigen Jahren auch Sitze für die Business Class. In der Economy-Klasse sind die Schwäbisch Haller Marktführer.  Foto: Recaro

Der Flugzeugsitzehersteller Recaro Aircraft Seating setzt seinen Höhenflug fort. Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr hat das Unternehmen aus Schwäbisch Hall seinen Umsatz deutlich zweistellig gesteigert. Wie die Recaro Holding mit Sitz in Stuttgart mitteilt, hat die Holding im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 723 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein Zuwachs von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mehr als 90 Prozent des Umsatzes steuert Recaro Aircraft Seating bei, das Unternehmen profitiert von einem anhaltenden Aufschwung in der Luftfahrtindustrie. Zur Recaro Holding gehören daneben auch Recaro Gaming (Gaming-Stühle) und Recaro Rail (Zugsitze).

Die Wachstumsperspektiven für Recaro sind sehr gut

Wie Recaro mitteilt, investiert das Unternehmen angesichts guter Wachstumsperspektiven weiterhin mehr als zehn Prozent des Umsatzes in Innovationen, Produktentwicklungen und neue Projekte. So fließt etwa viel Geld in die Kunststofffaser-Verbundwerkstoff-Technologie, um den hohen Anforderungen der Luftfahrtindustrie gerecht zu werden. Auch werde weiter in die verschiedenen Standorte investiert, um für das Wachstum der Branche gerüstet zu sein. Recaro Aircraft Seating ist international mit Standorten in China, Polen, den USA und Südafrika vertreten. Kürzlich kündigte das Unternehmen eine Investition von mehreren Millionen Euro in die Infrastruktur des Standorts in Polen an. Dort sollen die Büro- und Produktionsflächen vergrößert werden, um den regionalen Marktanforderungen gerecht zu werden, teilt Recaro mit. 

Recaro beschäftigt weltweit knapp 3400 Mitarbeiter

Auch in die Belegschaft investiert das Unternehmen. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 250 neue Mitarbeiter eingestellt, davon 150 am Stammsitz in Schwäbisch Hall. Damit beschäftigt Recaro aktuell knapp 3400 Mitarbeiter. Wie das Unternehmen betonte, erfolgten die Einstellungen trotz der fortgesetzten Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und der Einführung von KI-gestützten Anwendungen in allen Bereichen.

Recaro-Chef Mark Hiller ist mit dem Geschäftsjahr 2025 sehr zufrieden. Das Wachstum soll sich auch in diesem Jahr fortsetzen.
Recaro-Chef Mark Hiller ist mit dem Geschäftsjahr 2025 sehr zufrieden. Das Wachstum soll sich auch in diesem Jahr fortsetzen.  Foto: Recaro

Wie Recaro-Chef Mark Hiller mitteilt, habe der Zugsitzehersteller Recaro Rail im vergangenen Jahr mit der Einführung der Regionalzug-Sitzserie Luna seine starke Marktposition ausgebaut. In der Sparte Recaro Gaming wurden strategische Maßnahmen ergriffen, um die Präsenz weiter auszubauen und die Gaming-Sitze einem breiteren Markt anzubieten.

„Das globale Recaro-Team widmet sich mit großem Engagement seinen Regionen und Kunden, und liefert hochmoderne Sitzlösungen, die den Unterschied ausmachen“, sagt Hiller, der auch für das laufende Jahr optimistisch ist.

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