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Autokrise

Porsche-Gewinn sinkt im ersten Quartal deutlich

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Porsche hat von Januar bis März deutlich weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Das macht sich nun auch bei den Finanzzahlen des Autobauers bemerkbar.


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Porsche kommt nicht aus der Krise. Im ersten Quartal 2026 mussten die Stuttgarter einen deutlichen Absatzrückgang hinnehmen. In den ersten drei Monaten wurden weltweit 60.991 Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind knapp 15 Prozent weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Entsprechen sank auch der Umsatz um 5,2 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (also der Gewinn vor Steuern) sank um brach um fast 22 Prozent auf 595 Millionen Euro ein, die Umsatzrendite lag bei 7,1 Prozent (Vorjahr: 8,6 Prozent). Der Gewinn nach Steuern ging um 24,6 Prozent auf 391 Millionen Euro zurück.

Porsche hat im ersten Quartal deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Das macht sich nun auch bei den Finanzzahlen bemerkbar.
Porsche hat im ersten Quartal deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Das macht sich nun auch bei den Finanzzahlen bemerkbar.  Foto: Porsche

„Das erste Quartal liegt im Rahmen der Annahmen und unterstützt die Prognose für das Gesamtjahr“, sagt Finanzvorstand Jochen Breckner. Für 2026 peilt Porsche Umsatzerlöse von 35 bis 36 Milliarden Euro an, die operative Umsatzrendite taxiert der Sportwagenbauer in einer Spannen von fünf bis 7,5 Prozent.

Porsche will Modelle mit Verbrennungsmotor länger laufen lassen als geplant

Porsche hat sich einen Strategiewechsel verordnet, da sich die Elektromobilität nicht so schnell entwickelt, wie das einst mal erwartet wurde. Daher sollen Fahrzeuge mit Verbrenner länger laufen als zunächst geplant, bis spät in die 2030er Jahre. Dafür entwickelt Porsche sogar nochmal ein gänzlich neues SUV, das spät in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts auf den Markt kommen soll. Diese „Reskalierung des Unternehmens“, wie es Finanzvorstand Jochen Breckner nennt, schlug vergangenes Jahr mit mit 2,4 Milliarden Euro zu Buche.

„Wir werden Porsche umfassend neu aufstellen, das Unternehmen schlanker, schneller und die Produkte noch begehrlicher machen“, sagt Porsche-Chef Michael Leiters. Angesichts der aktuellen Lage werde es „tiefe Einschnitte“ geben, wie zuletzt aus Kreisen des Unternehmens zu hören war. Unternehmen und Betriebsrat verhandeln bereits über ein zweites Sparprogramm. Was es alles beinhaltet, ist bislang noch unklar. „Es wird einen weiteren Stellenabbau geben“, hatte der neue Vorstandschef bereits in Aussicht gestellt.

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