Optima legt sattes Wachstum hin – Rekordjahr in wirtschaftlichen Krisenzeiten
Der Umsatz des Maschinenbauers Optima aus Schwäbisch Hall ist 2024 weiter angestiegen. Grund dafür ist vor allem die hohe Nachfrage nach hochmodernen Abfüllanlagen für die Pharma-Industrie.
Während 2024 für viele Firmen aufgrund der geopolitischen Lage und der Unsicherheit an den Märkten eher belastend war, hat der Maschinenbauer Optima seinen Wachstumskurs erneut fortgesetzt – und blickt auf ein herausragendes Jahr zurück.
Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Schwäbisch Hall steigerte ihren Umsatz eigenen Angaben zufolge um 20 Prozent auf inzwischen 800 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 620 Millionen Euro. Damit hat der Sondermaschinenbauer, der weltweit 3400 Mitarbeiter beschäftigt, seine Position auf dem Markt gefestigt.
Optima wächst trotz schwieriger Weltlage und erreicht 800 Millionen Euro Umsatz
Neue Standorte, gezielte Investitionen und personeller Zuwachs hätten die Basis für diese positive Weiterentwicklung geschaffen – und zugleich dafür gesorgt, dass Kunden weltweit noch schneller und flexibler unterstützt werden können.
„Unser Wachstum spiegelt das Vertrauen unserer Kunden wider – in Optima als strategischen Partner, in unsere Technologien und unsere Mitarbeitenden“, sagt Geschäftsführer Stefan König entsprechend. Insbesondere im Geschäftsbereich Pharma sei die Nachfrage nach komplexen Abfüllanlagen mit Isolatoren sowie Gefriertrocknern erneut außergewöhnlich hoch gewesen.
Optima baut die Kapazitäten auch an seinen deutschen Standorten aus
Um den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, baut das Unternehmen seine Kapazitäten weltweit mit neuen Niederlassungen und durch Erweiterungen an den deutschen Standorten in Schwäbisch Hall, Radolfzell und Mornshausen aus. Um das Wachstum zu unterstützen und die Projektumsetzung weiter zu stabilisieren und zu beschleunigen seien zusätzliche Fachkräfte rekrutiert worden, teilt das Unternehmen mit.
„Unser Wachstum spiegelt das Vertrauen unserer Kunden wider.“
Stefan König
Parallel dazu standen die Themen Nachhaltigkeit und regulatorischer Wandel im Fokus. Die geplante EU-Verpackungsverordnung habe Kunden veranlasst, gemeinsam mit den Schwäbisch Hallern an neuen Verpackungsmaterialien und Lösungen zur Umsetzung der Anforderungen zu arbeiten. „Wir sehen uns nicht nur als Maschinenbauer, sondern als Partner, der ganzheitlich berät und gemeinsam mit Kunden innovative und zukunftssichere Konzepte entwickelt, die sowohl ressourcenschonende als auch ökonomische Anforderungen in Einklang bringen“, sagt König. Nach herausfordernden Jahren hat sich die Verpackungstechnik für Hygieneprodukte wieder deutlich erholt.

Ausbildungszentrum im Solpark setzt Zeichen für Fachkräftenachwuchs
Auch im Bereich Ausbildung hat Optima im Geschäftsjahr 2024 wichtige Weichen gestellt. Am Hauptsitz im Solpark in Hall wurde ein neues Ausbildungszentrum eingerichtet, das zu den größten der Region zählt. Es biete jungen Talenten moderne Ausbildungsplätze und eine hochwertige technische Ausstattung.
„Die Investition in unser Ausbildungszentrum ist ein klares Bekenntnis zur Förderung junger Fachkräfte“, sagt Personalleiterin Katja Schrafft. „Dank eines starken Teams bieten wir eine hochklassige Ausbildung, was die regelmäßigen Ehrungen unserer Auszubildenden belegen.“
Auch international weitet Optima seine Kapazitäten aus
Die Unternehmensgruppe treibt auch die internationale Präsenz gezielt voran: In den USA hat Optima im vergangenen Jahr über 60 Mitarbeiter eingestellt und eine zusätzliche Niederlassung in Puerto Rico eröffnet. In Indien kam zum Optima-Standort in Bangalore ein weiterer in Pune hinzu, an dem rund 40 Mitarbeiter in den Bereichen Konstruktion, Vertrieb und After Sales tätig sind. Hinzu kam ein neuer Servicestandort in Basel.
„Mit dem internationalen Ausbau unterstreichen wir unser klares Ziel, langfristige Partnerschaften zu stärken und unsere technologische Spitzenposition auszubauen“, sagt geschäftsführender Gesellschafter Hans Bühler. Der Blick in die Zukunft ist zuversichtlich, jedoch differenziert: Während einzelne Segmente stark wachsen, beobachte man die wirtschaftliche Entwicklung mit der gebotenen Aufmerksamkeit, sagt König.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare