Optima lässt sich nicht aufhalten
Das Familienunternehmen profitiert von weltweit guter Nachfrage nach Füll- und Verpackungsmaschinen und verschärften regulatorischen Anforderungen in wichtigen Branchen. Im laufenden Jahr stehen Maschinen für faserbasierte, nachhaltige Verpackungslösungen im Mittelpunkt. Optima schuf 2025 300 neue Arbeitsplätze.

Der Verpackungsmaschinenhersteller Optima setzt seinen Wachstumskurs auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten fort. Wie das Schwäbisch Haller Unternehmen mitteilt, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um gut sechs Prozent auf rund 850 Millionen Euro. Optima hat zudem 300 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, so dass nun 3700 Männer und Frauen für den Maschinenbauer tätig sind. Neben dem Stammsitz in Schwäbisch Hall, wo 2400 Mitarbeiter tätig sind, betreibt Optima weitere 24 Standorte, davon 18 im Ausland mit insgesamt 600 Beschäftigten.
Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Technologieführer im präzisen Dosieren, Füllen, Verpacken und im Umgang mit anspruchsvollen flüssigen und festen Produkten. Die Maschinen aus Schwäbisch Hall kommen vor allem in der Medizin-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Pharmabranche zum Einsatz.
Optima hat 2025 seine globale Präsenz deutlich ausgebaut
„Unsere Entwicklung zeigt, dass spezifisches Branchen-Know-how und neue Lösungen für dynamische Märkte und regulatorische Anforderungen für unsere Kunden entscheidend sind“, sagt Optima-Geschäftsführer Stefan König. Im Geschäftsjahr 2025 hat Optima sein globales Netzwerk weiter ausgebaut. Neben der Erweiterung in den USA wurde die Niederlassung in Indien durch die Übernahme eines etablierten Engineering-Teams gestärkt. Außerdem wurde die lokale Produktion von Maschinen in China vorangetrieben.
Darüber hinaus hat das Unternehmen neue Standorte in Irland, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gegründet, um die globale Präsenz zu stärken. Durch diese Investitionen verspricht sich Optima mehr Kundennähe und verkürzte Projektlaufzeiten.
2025 habe sich erneut das Geschäft mit Lösungen für die Pharma- und Diagnostikbranche dynamisch entwickelt, teilt Optima weiter mit. Ein Wachstumstreiber sei der neue Leitfaden EU-GMP Annex 1, der Anforderungen an die Herstellung steriler Arzneimittel definiert mit dem Ziel, Kontaminationsrisiken zu minimieren und maximale Patientensicherheit zu gewährleisten. „Annex 1 verändert Investitionsentscheidungen grundlegend“, sagt Johannes-Thomas Grobe, Geschäftsführer von Optima Pharma. „Unsere Kunden erwarten Lösungen, die regulatorisch standhalten und gleichzeitig Effizienz und Flexibilität sichern.“

Im Konsumgüterbereich lag ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr auf Lösungen für die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Der regulatorische Druck aus Brüssel beschleunige den Wandel hin zu alternativen Verpackungslösungen und verändere die Investitionsprioritäten vieler Hersteller, teilt Optima mit. Das Unternehmen bereitet sich auf diese Veränderungen schon länger vor. Im vergangenen Jahr begann Optima mit der Konstruktion und dem Bau einer Anlage für Dry Molded Fiber (trocken geformte Faser) und Papierumformung mit dem Ziel, faserbasierte Verpackungslösungen industriell skalierbar zu machen. Der Fokus liegt dabei auf regulatorischer Konformität, Ressourceneffizienz und wirtschaftlicher Serienfähigkeit. Optima will diese neuartige Lösung und weitere Fiber-Technologien auf der Branchen-Leitmesse Interpack im Mai in Düsseldorf präsentieren.
Optima profitiert von der steigenden Nachfrage nach Hygieneprodukten
In den Märkten für Home- und Personal-Care, Kosmetik sowie Nahrungsmittel verzeichnete Optima im vergangenen Jahr eine anhaltend hohe Nachfrage nach den entsprechenden Maschinen. Wachstumstreiber sind hier stetig steigende Anforderungen an Effizienz, Qualität und Prozesssicherheit. Im Bereich Nonwovens (Vliesstoffe, Windeln, Masken etc.) profitieren die Schwäbisch Haller von ihrem stabilen Produktportfolio und von langfristigen Wachstumstrends in der Hygiene – etwa bei Inkontinenzprodukten.
Optima hat zuletzt kräftig in Mitarbeiter und Gebäude investiert
Ein weiterer Schwerpunkt lag 2025 auf dem Ausbau und der Qualifizierung von Fachkräften. Optima investierte nach eigenen Angaben stark in Trainings- und Entwicklungsprogramme für Mitarbeiter und Kunden. Dazu betreibt das Unternehmen ein Trainingszentrum in Schwäbisch Hall und ist weltweit bei Kunden vor Ort. Außerdem wurden drei neue Gebäude in Schwäbisch Hall, Mornshausen und Radolfzell fertiggestellt und die Eigenfertigung am Stammsitz ausgebaut und modernisiert. Damit schuf Optima Kapazitäten für zukünftiges Wachstum und stärkte die technologische Tiefe im eigenen Haus.
Der Ausblick von Optima fällt nach dem starken Jahr 2025 gut aus. Für das laufende Jahr setzt der Maschinenbauer nach eigener Aussage auf Wachstum durch Technologie, Kundennähe und Umsetzungskraft.
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