Olymp kauft die Hemdenmarke Eterna
Für den insolventen Hemden- und Blusenhersteller Eterna ist bald Schluss, nicht aber für den Markennamen: Er wurde vom Bietigheimer Modehersteller Olymp erworben. Das hat das Unternehmen mit der Marke vor.

Das Unternehmen wird geschlossen, aber der Name soll weiterleben: Der Hemdenhersteller Olymp hat die Rechte an der Hemden- und Blusenmarke Eterna gekauft. Das teilte das Familienunternehmen aus Bietigheim-Bissingen am Montag mit. Damit könnte auch eines der letzten noch unbesetzten Segmente ins Portfolio kommen: Bislang beschränken sich die Bietigheimer ausschließlich auf Herrenmode.
Warum es keine Rettung für den Betrieb von Eterna gibt
Eterna mit Sitz in Passau hatte im Dezember Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und Anfang März bekanntgegeben, dass der Geschäftsbetrieb diesen Sommer eingestellt wird. Eine Suche nach einem neuen Investor war zuvor erfolglos verlaufen. 900 Beschäftigte, davon 280 am Firmensitz, verlieren dadurch ihren Job. Eterna wurde 1863 in Wien gegründet und eröffnete 1927 eine Niederlassung in Passau, die später Firmensitz wurde. Zuletzt gehörte das Unternehmen einem Finanzinvestor.
So wird die Übernahme begründet
Olymp sehe in dem Zukauf „eine wertvolle Bereicherung des wachsenden Marken- und Produktportfolios“, heißt es in der Mitteilung. Während sich Olymp vom Hemdenspezialisten zur Lifestyle-Marke mit innovativen Designs entwickele und eine trendbewusstere Kundschaft anspreche, stehe Eterna für qualitätsorientierte Hemden- und Blusentradition mit eigenständiger Markenidentität. Olymp stellt inzwischen auch Hosen und Jacken her und hatte 2010 mit Maerz München einen Hersteller von Strickwaren übernommen.
Das sagt ein Sprecher über die Pläne von Olymp
Offen bleibt, was Olymp mit der Marke Eterna vorhat. „Noch ist diesbezüglich nichts entschieden – aber durchaus alles möglich“, teilte ein Sprecher mit. „In welcher Form wir die Marke Eterna wieder erfolgreich im Markt etablieren können, werden wir genau analysieren und dann entscheiden.“ Die Ladengeschäfte der Passauer werden ebenso wie deren Produktion in der Slowakei abgewickelt. Olymp betreibt selbst etwa 50 Geschäfte in Deutschland und Österreich und lässt seine Ware in Fernost herstellen.
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