Öhringer Ladenbauer Pospiech ist insolvent – „brauchen eine schnelle Lösung“
Die Ausstattung von Supermärkten des Lebensmittelhandels ist das Spezialgebiet des Öhringer Ladenbauers Pospiech. Die Abhängigkeit von einem Großkunden ist ihm allerdings zum Verhängnis geworden. Entsprechend hofft der Insolvenzverwalter auf geeignete Übernehmer.
Theken, Regale, Wandelemente in Serienfertigung: Mit kunststoffbeschichteten Spanplatten hat der Öhringer Ladenbauer Pospiech seit vielen Jahren zahlreiche Supermärkte einer Kette ausgestattet – und zwar europaweit. Nun hat diese Abhängigkeit das Unternehmen mit 30 Beschäftigten in der Produktion und weiteren 30 im Montage-Schwesterunternehmen PSP in eine Schieflage gebracht. Am Montag wurde das Insolvenzverfahren über Pospiech eröffnet.
„Es wird weiter produziert“, berichtet der Stuttgarter Rechtsanwalt Tibor Braun, der als Insolvenzverwalter eingesetzt ist. Gespräche mit Investoren liefen. „Aber wir brauchen eine schnelle Lösung.“
Schwankende Auftragsmengen eines Großkunden bereiteten Probleme
Ursache für die Schwierigkeiten ist nach seinen ersten Erkenntnissen, dass der Großkunde, der in den vergangenen Jahren teilweise für bis zu 90 Prozent des Umsatzes stand, immer wieder schwankende Auftragsvolumina orderte. Mitunter seien es 50 Prozent weniger gewesen als im Vorjahr, was auf Dauer eine Liquiditätslücke gerissen habe.
Entsprechend sucht Braun nun nach Investoren, die das Problem entschärfen könnten. „Sie sollten möglichst eigenen Umsatz mitbringen“, sagt er. Sprich: Aufträge, die nicht von jenem Großkunden stammen und dadurch die Schwankungen abfedern können.
Pospiech hat selbst schon ein insolventes Unternehmen gerettet
Das Öhringer Unternehmen wurde 1950 von Josef Pospiech in Heilbronn gegründet und war anfangs in der Baubranche tätig. In den 70er Jahren spezialisierte sich der Betrieb auf Ladenbau für die neuen Supermärkte, die seinerzeit auf der grünen Wiese entstanden. 1994 zog das Unternehmen nach Bretzfeld-Schwabbach um, 2003 schließlich nach Öhringen.
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