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Geschäftszahlen

Müller Lila wächst mit neuem Geschäftsfeld

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Der Logistiker mit Sitz in Besigheim-Ottmarsheim spürte vergangenes Jahr zwar die Krise in der Automobilbranche. Neue Aufträge aus anderen Bereichen glichen dies aber aus. Und es wird weiter investiert.

In Blaufelden hat Müller Lila in ein hochautomatisiertes Lagersystem investiert.
In Blaufelden hat Müller Lila in ein hochautomatisiertes Lagersystem investiert.  Foto: Müller

Der Logistiker Müller Lila AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz der Gruppe, zu der seit 2022 auch der Distributionsdienstleister Sigloch in Blaufelden gehört, ist im vergangenen Jahr trotz der Konjunkturschwäche um 0,7 Prozent auf 250,5 Millionen Euro gewachsen. Der Jahresüberschuss des börsennotierten Unternehmens legte um 12,5 Prozent auf 4,3 Millionen Euro zu. 

Damit seien die Ziele für das Geschäftsjahr übertroffen worden, schreibt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Michael Müller im Geschäftsbericht. Angesichts der Krisen, Kriege und Konjunturschwächen halte der Logistiker an seiner Strategie fest, konsequent Automatisierung und Digitalisierung auszubauen. Als wichtiger Beitrag gilt dabei die größte Investition der Unternehmensgeschichte in Blaufelden, wo die erste Hälfte einer Autostore-Anlage bereits in Betrieb genommen wurde. Die zweite Hälfte soll in diesem Jahr fertig werden. 

Zwei neue Standorte kommen dieses Jahr hinzu

In Siegenburg bei München läuft unterdessen die Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandorts. Ein weiterer soll im vierten Quartal in Dombühl, nahe des Autobahnkreuzes Feuchtwangen/Crailsheim, eröffnet werden. Insgesamt betreibt die Gruppe in Deutschland 22 Standorte, unter anderem auch in Talheim, außerdem je einen in Polen und in Tschechien. In Deutschland waren mehr als 1800 Beschäftigte tätig. Der Standort Blaufelden zählte alleine etwa 650 Mitarbeiter.

Die Zahl der Beschäftigten sank allerdings zum Jahresende gegenüber dem Vorjahr um 109 auf 2037. Zum einen sei ein großer Auftrag am Stammsitz Besigheim ausgelaufen, zum anderen hätten sich aus der Automatisierung in Blaufelden Einsparungen ergeben, erklärt ein Unternehmenssprecher.

Die belieferten Branchen haben sich unterschiedlich entwickelt

Zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres habe sich eine schwächere Nachfrage mit Kunden aus dem Bereich Automotive bemerkbar gemacht, heißt es im Geschäftsbericht. Im Bereich Books & Media seien die Stückzahlen zurückgegangen. Dafür hätten sich die Volumina im Bereich Eletronics erholt und es seien im zweiten Halbjahr erste Umsätze aus dem neuen Geschäftsbereich Defense & Security mit einem neuen Kunden hinzugekommen. 

Für das laufende Geschäftsjahr plant die Gruppe mit einem Umsatz zwischen 245 und 253 Millionen Euro und damit in etwa auf Niveau des Vorjahres. Das operative Ergebnis werde wegen einmaliger Kosten aus der Inbetriebnahme der neuen Anlage in Blaufelden aber etwas geringer als 2025 ausfallen.

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