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Nach starkem Absatz-Einbruch 2025: So will Mercedes wieder in die Erfolgsspur

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Mercedes musste für das vergangene Jahr einen starken Einbruch beim Absatz vermelden. Der Stuttgarter Autobauer setzt nun viel Hoffnung in seine neuen E-Autos, die 2026 die Wende bringen sollen.


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Schwache Geschäfte in China und hohe Belastungen durch die US-Zölle: Sieht man mal von BMW ab, stecken die deutschen Autobauer in der Krise. Bei Audi ist der Absatz 2025 zum zweiten Mal in Folge um 2,9 Prozent gesunken. Noch größer ist der Rückgang beim Konkurrenten Mercedes: Mit rund 2,16 Millionen und Vans haben die Stuttgarter zehn Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr ausgeliefert. Die Marke mit dem Stern gliedert ihren Absatz nach Pkw und Vans. Mercedes verkaufte demnach insgesamt etwas mehr als 1,8 Millionen Pkw, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Zum Vergleich: Audi kam auf 1,62 Millionen Autos und liegt damit weiter deutlich hinter seinem Konkurrenten.

Mercedes: Zuletzt deutliche Einbrüche bei Umsatz und Gewinn

Finanziell musste Mercedes im vergangenen Jahr ebenfalls Federn lassen. Der Gewinn brach in den ersten neun Monaten um die Hälfte auf rund 3,88 Milliarden Euro ein. Beim Umsatz verzeichneten die Schwaben in diesem Zeitraum einen Rückgang von acht Prozent auf 98,5 Milliarden Euro. Die Zahlen für das gesamte vergangene Geschäftsjahr will der Dax-Konzern am 12. Februar vorlegen.

Mercedes: Hoher Auftragseingang für die vollelektrischen Modelle

Intern mahnt Mercedes-Chef Ola Källenius immer wieder, dass in diesem Jahr die Wende kommen müsse, berichten Manager des Unternehmens. Nach außen gibt sich der Schwede optimistisch. „2025 markierte den Startschuss der größten Produkt- und Technologieoffensive bei Mercedes-Benz mit neuesten elektrischen Antriebssystemen und intelligenter Software“, so Källenius. Die Kundenaufträge für den im vergangenen Jahr vorgestellten neuen elektrischen CLA und GLC lägen deutlich über den Erwartungen, heißt es aus Stuttgart.

So könnte die elektrische C-Klasse aussehen), die in diesem Jahr startet. Auffällig ist die neue Designsprache mit einem großen, üppig verchromten Kühlergrill, wie man ihn schon vom neuen GLC kennt.
So könnte die elektrische C-Klasse aussehen), die in diesem Jahr startet. Auffällig ist die neue Designsprache mit einem großen, üppig verchromten Kühlergrill, wie man ihn schon vom neuen GLC kennt.  Foto: Illustration: Schulte Design

2026 setzt Mercedes die Modelloffensive fort. Das mit Abstand wichtigste Modell ist die elektrische C-Klasse. Auch die sportliche Tochter AMG hat zwei Stromer in Planung, eine Limousine und ein SUV. Mit Aussagen zur Technik hält man sich seitens das Autobauers noch bedeckt. Allerdings sickern aus Unternehmenskreisen erste Informationen durch. Technisch fahren die Autos Insidern zufolge mit neuen Batterien und Schnellladetechnik mit deutlich über 300 Kilowatt vor. Dem Vernehmen nach sollen 350 Kilometer Reichweite in nur 15 Minuten nachgeladen werden können. Ebenfalls neu kommt eine überarbeitete Version der S-Klasse.

Mercedes: Deutlich mehr Wertschöpfung in China als bisher

Damit nicht genug: 2027 rollt dann mit der elektrischen E-Klasse die nächste wichtige Baureihe heran. Ebenfalls im nächsten Jahr kommt zudem ein ganz neues Modell auf den Markt. Mercedes hat bereits vor längerer Zeit bestätigt, dass es eine kompakte G-Klasse geben wird – rein elektrisch angetrieben. Das ist noch nicht alles. „Wir haben noch ganz viel mehr in der Pipeline“, sagt Mercedes-Chef Ola Källenius. 

Und auf dem größten Automarkt der Welt? „Wir werden in Zukunft eine größere Wertschöpfung in China haben, das geht in Richtung 100 Prozent“, sagt ein Produktionsplaner im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. So solle die Entwicklung vor Ort intensiviert werden, um den Ansprüchen der Kunden noch besser gerecht werden zu können. „Mehr Wertschöpfung vor Ort bedeutet letztlich deutlich niedrigere Kosten.“

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