KS Large Bore Pistons hat in diesem Jahr einen Fördertopf initiiert, der Vereinen aus der Region zugute kommen soll. Die Idee des Betriebsrats und der Personalabteilung stieß in der Geschäftsführung auf Zustimmung. Das Management füllte den Fördertopf mit 2000 Euro, Vereine konnten sich um Zuschüsse für konkrete Projekte bewerben. Eine Jury wählte fünf Vereine aus, die gefördert werden. „Das Geld soll vor allem Kindern und Jugendlichen zugutekommen“, sagt Betriebsratsvorsitzender Erkan Zorlu. Die 2000 Euro teilen sich die Jugendfeuerwehr Bad Friedrichshall, der Handballverein JSG Kochertal, der olympische Boxstall in Hardthausen, der Förderverein des Eduard-Mörike-Gymnasiums in Neuenstadt und der TSV Herbolzheim. „Wir wollen bekannter werden und der Region etwas zurückgeben“, erklärt Zorlu die Motivation für die Aktion, die möglichweise nächstes Jahr wiederholt wird. Mit Blick auf Weihnachten hat die KS-Belegschaft in Neckarsulm außerdem eine Wunschbaumaktion gestartet, um Kindern spezielle Wünsche zu erfüllen.
KS Großkolben profitiert vom Boom der Rechenzentren
KS Large Bore Pistons ist seit dem Neustart vor zweieinhalb Jahren kräftig gewachsen. Und die Aussichten des Großkolbenspezialisten sind sehr gut.

Der Optimismus zum Neustart Anfang 2023 war berechtigt. Zweieinhalb Jahre später steht die frühere Großkolbensparte von Kolbenschmidt in Neckarsulm sehr gut da. Unter der neuen Mutter Koncentra aus Schweden hat sich das Unternehmen unter dem Namen KS Large Bore Pistons erfolgreich entwickelt.
„Unser Markt ist abgekoppelt von der Konjunktur“, nennt Peter Kranczoch, verantwortlich für Vertrieb und Entwicklung, einen entscheidenden Vorteil des Unternehmens. Die Großkolben mit Durchmessern zwischen 130 und 640 Millimetern kommen beispielsweise in Schiffsmotoren, Lokomotiven, Land- und Minenmaschinen oder in Kraftwerken zum Einsatz. „Es läuft sehr gut, wir sind aktuell schon bis Oktober 2026 voll ausgelastet und die Auftragsbücher füllen sich darüber hinaus stetig“, sagt Kranczoch.
Rechenzentren sind ein Wachstumstreiber für KS Large Bore Pistons
Ein Wachstumstreiber sei der weltweit wachsende Bedarf an Rechenzentren und KI-Fabriken. Für die riesigen Motoren für die Grundlast oder die Notstromversorgung werden die Großkolben aus Neckarsulm benötigt. Auch das Geschäft mit LNG-Flüssiggasterminals, Kreuzfahrt- und Containerschiffen laufe gut, sagt Kranczoch.
Angesichts der wachsenden Nachfrage weitet KS Large Bore Pistons die Kapazitäten an den drei Standorten Nekarsulm, Marinette (USA) und Kunshan (China) sukzessive aus. Am Stammsitz in Neckarsulm ist die Belegschaft von 187 Mitarbeitern im März 2023 auf nunmehr 236 angewachsen. Auch in China und den USA stehen die Zeichen auf weiteres Wachstum. Als Beispiel nennt er Gaskraftwerke, wie sie auch in Deutschland als Übergangslösung gebaut werden sollen. Die dafür notwendigen Motoren benötigen ebenfalls große Kolben, wie sie die Neckarsulmer herstellen.
KS entwickelt Großkolben für die Energiewende
Wie der Manager betont, entwickelt KS Large Bore Pistons auch neue Produkte für moderne Wasserstoff- oder Ammoniakanwendungen. Für Kunden aus der Schifffahrt produziere man bereits entsprechende Kleinserien. Allerdings seien die Kosten für Produkte für die Energie- und Antriebswende sehr hoch, räumt Kranczoch ein.
Die Aussichten für die nahe Zukunft bewertet er als sehr gut, entsprechend werde auch der Personalaufbau weitergehen. „Für 2026 wollen wir mehr als 20 Stellen in allen Bereichen besetzen“, kündigt Personalchefin Aljona Malsam an. Immer wichtiger wird die Ausbildung für KS Large Bore Pistons. Aktuell sind es zwölf Auszubildende in drei Jahrgängen. „Wir suchen Zerspanungsmechaniker und Werkzeugrichter“, sagt Malsam.

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