Kreissparkasse wächst stark in der Vermögensverwaltung
Kreditinstitut mit stabilen Zahlen im Geschäftsjahr 2025. Beitner erwartet erhöhte Nachfrage nach Baufinanzierungen. Die Nachfrage nach Wertpapieren ist deutlich gestiegen.

Die Kreissparkasse (KSK) Heilbronn bewegt sich stabil durch ein herausforderndes Umfeld. Das zeigen die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025, die das größte Kreditinstitut der Region am Mittwoch veröffentlicht hat. Demnach hat sich die Bilanzsumme der KSK im vergangenen Jahr leicht auf 13,56 Milliarden Euro verringert nach 13,7 Milliarden Euro im Vorjahr. „Nach vielen Jahren des Wachstums befinden wir uns aktuell in einer konstanten Position“, sagt Vorstandsvorsitzender Ralf Peter Beitner.
Kreissparkasse: Stabile Zahlen im Kundengeschäft
Die Kundeneinlagen legten 2025 leicht von 9,28 auf 9,32 Milliarden Euro zu. Im Kreditgeschäft gab es einen leichten Rückgang von 9,71 auf 9,57 Milliarden Euro. Hier machte sich die Investitionszurückhaltung in der regionalen Wirtschaft bemerkbar.
Stabil präsentiert sich das Immobiliengeschäft. Im vergangenen Jahr vermittelte die Kreissparkasse 281 Immobilien im Wert von rund 83,3 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug der Gesamtwert 82,4 Millionen Euro. Mit rund 2000 vergebenen Wohnungsbaukrediten ist auch diese Zahl konstant, allerdings ist die durchschnittliche Finanzierungssumme von 329.000 auf 304.000 Euro deutlich gesunken. Damit liegt das 2025 bewilligte Darlehensvolumen von 567 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr mit 638 Millionen Euro.
„Positiv zu vermerken ist, dass die Bauaktivitäten in der Region einen Aufwärtstrend zeigen“, sagt Beitner. Im vergangenen Jahr lagen die Genehmigungszahlen über dem Vorjahr, daher erwartet er mittelfristig eine erhöhte Nachfrage nach Baudarlehen.
Kreissparkasse verzeichnet deutliche Zuwächse im Wertpapiergeschäft
Deutlich zugelegt hat das Wertpapiergeschäft der Kreissparkasse. Die Umsätze in diesem Bereich stiegen 2025 von 1,3 auf 1,7 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Investmentfonds, die um 87,5 Prozent auf 511,5 Millionen Euro zulegten, und offenen Immobilienfonds, die sogar um 245,7 Prozent auf 24,2 Millionen Euro zulegten. Auch die Vermögensverwaltung der KSK war bei den Kunden gefragt: Hier stieg der Absatz um 117,2 Prozent auf 282,4 Millionen Euro. „Das Bewusstsein der Menschen in Deutschland für die Bedeutung von Aktien, Aktienfonds und ETFs für die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau hat signifikant zugenommen“, konstatiert der KSK-Chef. Vor allem jüngere Kunden bis 27 Jahre zeigten großes Interesse an kapitalmarktorientierten Anlagen. Hier betrug der Depotzuwachs im vergangenen Jahr 35 Prozent.
KSK knackt in der Vermögensverwaltung die Milliarde
Ein Rekordergebnis erzielte die individuelle Vermögensverwaltung der Kreissparkasse Heilbronn. Das verwaltete Vermögens wuchs 2025 um mehr als 20 Prozent auf 989 Millionen Euro. Die KSK konnte 414 neue Mandate gewinnen und betreut nun 1681 Kunden in dieser Sparte, darunter 102 Stiftungen. Wie Beitner mitteilt, ist das verwaltete Vermögen im Januar 2026 auf über eine Milliarde Euro gestiegen.
Zufrieden zeigt sich Beitner auch mit dem Versicherungsgeschäft, das er als Erfolgsgaranten bezeichnet. Vor allem die private und die betriebliche Altersvorsorge stünden bei den Kunden hoch im Kurs. Positiv entwickele sich auch die betriebliche Krankenversicherung.
Kreissparkasse führt 203.000 Girokonten
Ende 2025 führt die Kreissparkasse Heilbronn rund 203.000 Girokonten für Privatkunden – das entspricht einem Zuwachs von einem Prozent. 77 Prozent der Kunden nutzen den Angaben zufolge Online- und Mobile-Banking. Dennoch glaube die KSK an eine „starke, persönliche und verständliche Beratung vor Ort“, betont Beitner. Das neue Beratungscenter, das an der Allee geplant ist, sei Ausdruck der tiefen Verwurzelung der KSK in der Region.
Trotz des weiterhin anspruchsvollen Umfelds blickt Beitner optimistisch nach vorne. „Wir bleiben ein gesundes Unternehmen, das zuversichtlich in das Jahr 2026 gehen kann.“
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