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Krankmeldungen in Heilbronn sind im ersten Halbjahr 2025 zurückgegangen

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Die Krankmeldungen in der Region sind zurückgegangen: Was die häufigsten Gründe für Fehlzeiten sind und welches die unfallträchtigste Branche ist.


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Die Zahl der Krankmeldungen von AOK-Versicherten hat sich im ersten Halbjahr 2025 in der Region Heilbronn verringert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank der Wert im Stadtkreis um 0,8 Prozent, im Landkreis waren es sogar 2,2 Prozent weniger Krankmeldungen, meldet die Krankenkasse. Der Krankenstand sank jeweils um 0,2 Prozent auf 6,0 Prozent im Landkreis Heilbronn und 6,2 Prozent im Stadtkreis.

Laut den jüngsten Zahlen aus dem Gesundheitsbericht der AOK Heilbronn-Franken lag der Wert geringfügig über dem von Baden-Württemberg (5,9 Prozent) und deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent. In den ersten sechs Monaten 2025 kamen auf jedes AOK-Mitglied in Heilbronn-Franken 11,1 Arbeitsunfähigkeitstage. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl um 2,6 Prozent, heißt es in einer Mitteilung. Die Zahlen der AOK Heilbronn-Franken gelten als repräsentativ, da sie mit einem Versichertenanteil von 53,4 Prozent nach eigenen Angaben die mit Abstand größte Krankenkasse in der Region ist.

Höchster Krankenstand laut AOK Heilbronn-Franken in Bereich Energie, Wasser und Entsorgung

Krankheitsbedingte Fehltage sind für Unternehmen, Krankenkassen und Volkswirtschaft mit erheblichen Kosten verbunden. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin betrugen im Jahr 2023 die volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit 221 Milliarden Euro. 

Im Bereich der AOK Heilbronn-Franken hatten wie im Vorjahr Betriebe der Branche Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau den höchsten Krankenstand (6,9 Prozent). In etwa auf Vorjahresniveau blieben das Gesundheits- und Sozialwesen (6,8 Prozent), Verkehr und Transport (ebenfalls 6,8 Prozent), das verarbeitende Gewerbe (6,6 Prozent) sowie die Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung mit 6,5 Prozent. Im hinteren Viertel liegen Dienstleister (4,9 Prozent), Banken/Versicherungen (4,2 Prozent) und die Land- und Forstwirtschaft (3,9 Prozent).

Der Krankenstand von AOK-Versicherten in Baden-Württemberg betrug im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 5,9 Prozent, im Stadtkreis Heilbronn 6,2 Prozent, im Landkreis 6,0 Prozent.
Der Krankenstand von AOK-Versicherten in Baden-Württemberg betrug im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 5,9 Prozent, im Stadtkreis Heilbronn 6,2 Prozent, im Landkreis 6,0 Prozent.  Foto: Alternativer Fotograf

Im Schnitt waren die AOK-Versicherten im Landkreis Heilbronn 9,5 Tage krank 

Ursachen für die meisten Fehltage am Arbeitsplatz bei AOK-Versicherten in Heilbronn-Franken waren im ersten Halbjahr 2025 Beschwerden im Muskel-Skelett-Bereich (20,1 Prozent), Atemwegserkrankungen (16,6 Prozent), psychische Probleme (11,1 Prozent) und Verletzungen (9,2 Prozent). Im Schnitt waren die Patienten im Landkreis Heilbronn 9,5 Tage und im Stadtkreis Heilbronn 8,7 Tage außer Gefecht. Der Anteil der Mitglieder, die sich einmal oder mehrfach krankmeldeten, stieg leicht auf 54,4 Prozent (54,2 Prozent 2024).

Die Arbeitsunfähigkeitsfälle, die mehr als sechs Wochen dauerten, betrugen im gesamten Bereich der AOK Heilbronn-Franken 3,2 Prozent. „Diese Zahl hat es aber in sich“, betont Liane Pöhlmann, Themenfeldmanagerin Gesundheitsförderung in Lebenswelten bei der AOK Heilbronn-Franken, „denn sie verursacht in der Summe 36,5 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage.“

AOK Heilbronn-Franken: Arbeitsunfälle vor allem im Bereich der Land- und Forstwirtschaft

Bei den Arbeitsunfällen zeigte sich bei der AOK Heilbronn-Franken mit ihren rund 450.000 Versicherten die Land- und Forstwirtschaft als unfallträchtigste Branche. 5,8 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle resultierten aus der Arbeit auf dem Hof, Feld oder im Wald – und zugleich hat die Branche mit die längsten Ausfallzeiten. Im Schnitt fielen die Patienten für etwa 10,8 Tage aus. Es folgt das Baugewerbe (3,7 Prozent/10 Tage) und Betriebe aus dem Bereich Verkehr und Transport (2,8 Prozent/7,1 Tage).

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